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Der Gabe auf der Spur

Eine soziologische Untersuchung zu Gabe und Geschenk im gesellschaftlichen Kontext

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Elba Frank

Sind Geben und Schenken immer reziproke Handlungen oder gibt es das «Ideal» der Gabe und worin liegt es? Die Arbeit zeigt anhand einer Literaturstudie den klassischen wie aktuellen Diskurs um das Geben und Schenken unter Einbezug der historischen, soziologischen, philosophischen und ethnologisch/anthropologischen Literatur auf. Geben und Schenken unterliegt Werten und Normen, die durch Sozialisation und Erziehung vom Einzelnen internalisiert werden. Um die Normen des Gebens und Schenkens sichtbar zu machen, werden weiterhin mittels qualitativer Inhaltsanalyse die für Österreich geltenden Bildungs- und Lehrpläne ffür elementare Bildungseinrichtungen, Vor- und Volksschulen – Gesamtunterricht und Religionsunterricht – analysiert. Für alle weiterführenden Schultypen werden die Lehrpläne für den Religionsunterricht untersucht. Das Ergebnis: Die Vorstellung von Gabe ist institutionell begründet und wird durch Erziehung vermittelt.

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Vorwort

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Was stimmt mit dem „Schenken“ nicht? Wenn ich mir Mühe gab, für jemanden ein Geschenk zu finden, von dem ich dachte, es könnte dem/der Empänger_in Freude bereiten, war es sicher die falsche Wahl. Manche Anlässe brachten mich schier zur Verzweiflung. Es sollte geschenkt werden, doch eigentlich wollte ich gar nicht. Ich wusste nicht was ich schenken sollte und ich wollte auch keine eventuelle Erwiderung des Geschenks, schon gar nicht von der betreffenden Person, der ich mich zu schenken verpflichtet sah. Gleichzeitig gab es diese be- sonderen Momente, in denen mir von anderen etwas gegeben wurde - ohne be- sonderen gegenständlichen Wert - das überaus wertvoll für mich war und eine tiefe Dankbarkeit auszulösen in der Lage war. Erfahrungen wie diese sind geteil- te Erfahrungen. Das Thema Schenken wirft eine Reihe von Fragen auf: Was macht ein Geschenk überhaupt erst zum Geschenk? Sind alle Geschenke etwas „Gutes“ für die Person, die sie erhält? Ist der Druck, ein Geschenk erwidern zu müssen, obligatorisch? Als dann die Anregung im Diplomstudium kann, das Thema „Schenken“ zu bearbeiten, griff ich zu. Ich kam jedoch bald zur Einsicht, dass eine Diplomarbeit zur Behandlung dieses Themas im dafür vorgesehenen Umfang und zeitlichen Rahmen nicht „groß“ genug ist. Das Problem musste eingegrenzt werden. Die Diplomarbeit behandelte schließlich einen bescheide- nen, abgegrenzten Bereich um das Feld des Schenkens, beschränkt auf den strukturellen Anlass „Muttertag“. Der Wunsch, ein umfassendes Forschungspro- jekt zum Thema „Schenken“ zu...

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