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Die zweigliedrige Personengesellschaft in der Insolvenz

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Malte Engeler

Die Arbeit behandelt mit der Doppelinsolvenz von Gesellschaft und Gesellschafter in der zweigliedrigen Personengesellschaft einen Problemkomplex, der in der Praxis ständig vorkommt und kontrovers diskutiert wird. Das Ziel der Gesetzgebung durch die Neuregelung des § 131 Abs. 3 Nr. 2 HGB die Gesellschaft von der Insolvenz eines Gesellschafters unabhängiger zu machen, ist in der zweigliedrigen Personengesellschaft nicht erreicht worden. Vielmehr wirft die Norm vielfältige Folgeprobleme für die Durchführbarkeit eines Insolvenzverfahrens und die Haftung des verbleibenden Gesellschafters – gerade in der Kommanditgesellschaft – auf, zu deren Lösung in der Literatur im Wesentlichen zwei Theorien vertreten werden, die Reduktionslösung und die Analogielösung zu §§ 315 ff. InsO. Eine rechtsdogmatisch präzise und vergleichbare Herausarbeitung der beiden Lösungswege ist bisher monographisch noch nicht erfolgt. Die Arbeit entwickelt die Ansätze über die bisher vertretenen Lösungswege hinaus weiter, fördert die Klärung und Bestimmtheit der in der Diskussion verwandten Begriffe und zeigt mit Blick auf die europäische Insolvenzverordnung Entwicklungsmöglichkeiten für die zukünftige Losung des Problemfeldes.

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Inhaltsverzeichnis

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Literaturverzeichnis........................................................................................ 11 A. Einleitung und Problemstellung .............................................................. 23 I. Das Haftungssystem der zweigliedrigen Personengesellschaften .... 26 II. Die Ein-Mann-Gesellschaft ............................................................... 29 1. Die herrschende Ansicht von der Mehr-Personen-Gesellschaft .... 30 2. Neuere Bestrebungen, das Sozietätsprinzip aufzuweichen ........... 33 B. Hauptteil ................................................................................................... 35 I. Die teleologische Reduktion des § 131 Abs. 3 Nr.2 HGB................. 36 1. Die Entwicklung der Reduktionslösung nach Karsten Schmidt .... 37 2. Die Abwicklung im Verbund als zentrales Anliegen .................... 44 3. Die Voraussetzungen für eine Reduktion ...................................... 47 a) Das Regelungsübermaß............................................................ 48 b) Der Wortlaut und gesetzgeberische Wille hinter § 131 HGB.. 49 c) Die Systematik der Gesetzordnung und alternative Lösungs- wege ......................................................................................... 50 (1) Der Insolvenzbeschlag nach § 81 InsO.............................. 50 (2) Die Regelung des § 11 Abs. 3 InsO................................... 51 (3) Spezialität des § 131 Abs. 1 Nr. 3 HGB ............................ 55 d) Der Telos des § 131 Abs. 3 Nr. 2 HGB.................................... 59 (1) Unternehmenskontinuität oder Gesellschaftsbestand ....... 60 (2) Koordinierte Abwicklung .................................................. 62 e) Stellungnahme.......................................................................... 63 4. Überprüfung der Lösung von Karsten Schmidt ............................. 64 a) Die Unterscheidung zwischen horizontaler und vertikaler Simultaninsolvenz.................................................................... 64 (1) Die Vertikalinsolvenz bei der oHG.................................... 66 (2) Die horizontale Simultaninsolvenz bei der GmbH & Co. KG................................................................................ 67 b) Die Abgrenzungskriterien von Karsten Schmidt ..................... 68 (1) Zur Abgrenzung der horizontalen Simultaninsolvenz ....... 69 8(2) Zur Abgrenzung der Simultanität in der Vertikal- insolvenz ............................................................................ 73 (a) Die rechtliche Stellung des Verwalters der Komplementär-GmbH als Gesellschafterin der KG.... 75 (b) Zur Aufklärbarkeit der Beziehungen zur Mutter-KG .. 80 (c) Zwischenergebnis ........................................................ 81 (3) Ergebnis zur Abgrenzung nach Karsten Schmidt ........ 81 5. Eigener...

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