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Kelsen im Spiegel der italienischen Rechtslehre

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Antonio Merlino

Das Werk rekonstruiert die Interpretation der reinen Rechtslehre seitens der italienischen Juristen des 20. Jahrhunderts. Der Gedanke Hans Kelsens spiegelt sich in der italienischen Rechtslehre wider und übernimmt die Rolle eines Schlüssels, um die Gedanken von Juristen wie Giuseppe Capograssi, Vittorio Frosini und Santi Romano zu interpretieren, die oftmals den eigenen Gedankengang im Vergleich mit der reinen Rechtslehre erklärt haben.

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II. EIN IRRATIONALES IDEAL

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INHALTSVERZEICHNIS: 2.1. Die Kritik an der Kantschen Philosophie in Hegels Leben Jesu 2.2. Giuseppe Capograssi und die Impressioni su Kelsen tradotto. 2.3. Anmerkungen zum juridischen Idealismus des Giuseppe Capograssi 2.4. Das ethische Leben: die juridische und die moralische Erfahrung. Die Hoffnung im Denken von Giuseppe Capograssi. 2.5. De profundis calmavi ad te, domine: Das Recht nach der Katastrophe. 2.6. Jeder dient seiner Zeit nach seinen Möglichkeiten.“ Recht und Geschichte – Giuseppe Capograssis Problem. 2.1. Die Kritik an der Kantschen Philosophie in Hegels Leben Jesu. 1795, zehn Jahre nach Kants Grundlegung, schrieb der junge Hegel Das Leben Jesu. Hegels Darstellung von Christus nimmt Kants ethischen Legalismus auseinander: die durch Christus verkörperte reine Vernunft ist nicht wie bei Kant abstrakt, formell und damit beschäftigt, ihre eigenen Grenzen auszuloten. Stattdessen hat sie sich durch die Geburt Jesu in der Menschheitsgeschichte verkörpert. Hegel schrieb Folgendes zur Vernunft:109 Die reine aller Schranken unfähige Vernunft ist Gott selbst – Nach Vernunft ist also der Plan der Welt überhaupt geordnet. Vernunft ist es, die dem Menschen seine Bestimmung, einen unbedingten Zweck seines Lebens kennen lehrt; oft ist sie zwar verfinstert, aber doch nie ganz aufgelöscht worden, selbst in der Finsternis hat sich immer ein schwacher Schimmer derselben erhalten. Die reine Vernunft, „die aller Schranken unfähig ist“, „ist Gott selbst.“ Der Plan der Welt ist „nach Vernunft“ geordnet. Durch die Vernunft erkennt der Mensch „seine Bestimmung“ und den „unbedingten Zweck“ in seinem Leben. Diese Vernunft kann zwar „verfinstert“ werden, jedoch nie ganz...

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