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Konstruierte Identitäten im Werk von Franz Hodjak

Réka Sánta-Jakabházi

Heimat- und Identitätslosigkeit – diese Themen beschäftigen Schriftsteller, die ihr Geburtsland verlassen haben, seit jeher. Manche Autoren nehmen eine passive, resignierte Haltung gegenüber der Unmöglichkeit eines Ankommens im neuen Land ein, andere beharren auf der Illusion einer Heimatfindung. Das Motiv der Identität(slosigkeit) spielt auch in den Werken des aus Siebenbürgen stammenden Schriftstellers Franz Hodjak eine zentrale Rolle. In seinen Gedichten und Romanen behandelt er das Thema des Sich-fremd-Fühlens und der Identitätssuche, das Gefühl, nirgendwo zu Hause zu sein, mal mit heiterer Gelassenheit, mal mit resignierter Desillusionierung und behauptet: «In der Heimatlosigkeit besteht meine Identität.» Diese Untersuchung zeigt anhand verschiedener literaturwissenschaftlicher und soziopsychologischer Theorien Aspekte der Identität und Identitätsgestaltung in der Gattungs- und Formenwahl der Werke Franz Hodjaks auf.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Einleitung ........................................................................................................ 11 2. Identität – Identitäten. Theoretische Vorüberlegungen ................................... 17 2.1. Zum Begriff der Identität ..................................................................... 17 2.1.1. Die soziale Identität........................................................................... 19 2.1.2. Nationale und ethnische Identität bzw. Ethnizität ............................. 21 2.1.3. Personale Identität in Moderne und Postmoderne ............................ 27 2.1.4. Die narrative Identität ....................................................................... 30 2.2. „Rumäniendeutsche“ Identität ............................................................. 34 2.2.1. Literaturhistorischer Hintergrund: Die rumäniendeutsche Literatur als Minderheitenliteratur. Probleme der Selbstbestimmung ............... 35 2.2.2. Der Status des Minderheitenautors ................................................... 41 3. Historisch-politische Rahmenbedingungen der rumäniendeutschen Literatur ... 49 3.1. Die Zensur – eine Begriffsklärung ....................................................... 49 3.2. Kurzer Überblick über die Geschichte der kommunistischen Zensur in Rumänien ........................................................................................ 50 3.3. Die Funktionsmechanismen der Zensur ............................................... 56 3.3.1. Die Präventiv- bzw. Vorzensur .......................................................... 57 3.3.2. Die Selbstzensur ................................................................................ 62 4. Das lyrische Werk von Franz Hodjak ............................................................. 67 4.1. Die frühen Gedichte. Brachland .......................................................... 71 4.2. Ausbruch aus der Tradition der Naturlyrik ......................................... 73 4.3. Das Spiel mit der Zensur in den frühen Gedichten von Franz Hodjak ...75 4.3.1. Politisches Engagement und chiffrierte Botschaften in den Gedichtbänden Spielräume und offene briefe ..................................... 76 4.3.2. Alltagsproblematik und politische Parabel. mit Polly Knall spricht man über selbstverständliche dinge als wären sie selbstverständlich (1979); flieder im ohr (1983); Augenlicht (1986); Luftveränderung (1988) ...................................................................... 85 4.3.2.1. Umgang mit den Repressionen des Regimes. Eine lyrische Autobiographie .................................................................................... 93 4.4. Gedichte nach der Auswanderung ...................................................... 101 4.4.1. Landverlust (1993) .......................................................................... 102 10 4.4.1.1. Die Auswanderungsthematik anhand des Gedichts nordbahnhof. Bukarest ........................................................................................... 106 4.4.2. Ankunft Konjunktiv (1997) .............................................................. 114 4.4.2.1. Das Spiel mit der Sprache. Das Gedicht Unterwegs...

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