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Die Intention betriebswirtschaftlicher Hochschullehrer zur Beeinflussung von Werten

Konzeptionelle Entwicklung und globale empirische Überprüfung

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Dirk Moosmayer

Aus den wirtschaftlichen Turbulenzen des vergangenen Jahrzehnts leitet sich die Frage nach der Verantwortung für die Gestaltung der Wirtschaftslandschaft ab. Die Arbeit untersucht daher, ob betriebswirtschaftliche Hochschullehrer die Werte ihrer Studierenden beeinflussen wollen und entwickelt ein detailliertes konzeptionelles Modell. Zur Modellvalidierung werden deskriptive Analysen, Strukturgleichungsmodelle und Clusteranalysen auf Daten aus einer weltweiten Befragung von 1.741 betriebswirtschaftlichen Hochschullehrern angewendet. Die Analysen zeigen weltweit eine starke Intention zur Wertebeeinflussung, mit besonderer Werteskepsis in Deutschland. Die Unterstützung von Kollegen und Verbänden erwies sich als wichtige Voraussetzung für die Steigerung der Beeinflussungsintention.

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Exkurs 2 – (Non-) Response Bias Der Response Bias bezeichnet eine Verzerrung der Daten, die entsteht, wenn sich die Antwortenden systematisch von den Nicht-Antwortenden unterschei- den. So ist beispielsweise anzunehmen, dass sich die Befragten stärker für das Thema Werte interessieren als der Durchschnitt der Grundgesamtheit. Proble- matisch ist dies, wenn das Interesse an Werten mit den Werten der Befragten korreliert und sich die Werte der Stichprobe somit von denen der Grundgesamt- heit unterscheiden. Armstrong und Overton (1977) stellen mit der Extrapolation ein Verfahren zur Beurteilung des Response Bias vor, das bis heute grundlegend ist und große Anerkennung findet357. Dabei werden frühe mit späten Antworten in einer Stu- die verglichen. Es geht davon aus, dass Spätantworter zunächst Nichtantworter waren und lediglich durch zusätzliche Kommunikationsbestrebungen zu Ant- wortende wurden (Pace 1939). Entsprechend nutzt Extrapolation in der Regel zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhobene Daten, z.B. in unterschiedlichen Erhe- bungs-„Wellen“ einer Studie. In Anhang VI (S.331) sind die Ergebnisse eines Samplesplits zum 15.03.358 für das Gesamtsample, für Deutschland, Großbritan- nien, Australien & Neuseeland und die USA359 dargestellt. Während die unter- schiedlichen zeitlichen Befragungsschwerpunkte im Gesamtsample zu signifi- kanten Unterschieden zwischen den beiden Hälften führen, zeigen sich in den Ländern mit einer Ausnahme keine signifikanten Einflüsse auf Konstruktebene. Eine Untersuchung auf Itemebene für Deutschland zeigt, dass sich lediglich in 7 von 171 betrachteten Variablen ein zu einem alpha Niveau von 0,05 signifikan- ter Unterschied zwischen den beiden Gruppen ergab....

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