Show Less

Text-Brücken zwischen den Kulturen

Festschrift zum 70. Geburtstag von Bernd Spillner

Nadine Rentel and Elisabeth Venohr

Diese Festschrift zum 70. Geburtstag von Professor Bernd Spillner enthält Beiträge zu den Themenbereichen Fachsprachen- und Stilforschung, Sprachvergleich, Medienkommunikation und Fremdsprachenerwerb. Der Band bietet weiterhin ein breites Spektrum an Aufsätzen zur relativ neuen linguistischen Teildisziplin der Kulinaristik. Die Frage der Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse steht dabei im Zentrum der einzelnen Aufsätze. Es wird deutlich, dass die Ergebnisse der Forschungen der sprachvergleichenden Perspektive einen wichtigen Beitrag zur Herausbildung interkultureller Kompetenz leisten. Diese stellt eine wichtige Grundlage dar, Brücken zwischen Sprach- und Kulturräumen zu bauen – eine Fähigkeit, die Bernd Spillners Werk in exemplarischer Weise auszeichnet. Zu den Autoren gehören Freunde, Kollegen, Mitarbeiter und Schüler von Bernd Spillner, die die vielseitigen Forschungsinteressen des Jubilars teilweise auch interdisziplinär aufgreifen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

I. Methoden des Sprach- und Kulturvergleichs

Extract

Elisabeth Venohr (Saarbrücken/ Tbilissi, Georgien) „Und wo ist hier das tertium comparationis?“ Überlegungen zu ei- ner interkulturellen Text(sorten)analyse 1 Zugang zum Thema Bernd Spillner hat sowohl in zahlreichen, viel beachteten Publikationen zur Kontrastiven (Fach-)Textologie (hier besonders Spillner 1981 1997 2008) als auch in internationalen Doktorandenkolloquien unterschiedlicher Disziplinen und mehreren DAAD-Sommerakademien1 für den internationalen Nachwuchs sehr eindringlich und stets überzeugend auf die Relevanz des tertium comparationis hingewiesen, das jedem Text- und Kulturvergleich zu Grunde gelegt werden muss. Dieses zu bestimmen, gehört zum methodischen Handwerk derer, die kontrastive Studien betreiben. Dabei bedeute „zu vergleichen nicht gleich zu machen“, sagte er jüngst bei einem Vortrag im Saarbrücker Doktoran- denkolleg Multidimensionale Translation/ MuTra2. Der Fokus kontrastiver Studien liegt in der Regel auf Differenz bzw. Variation von sprachlichen Erscheinungen, darunter bei Textsorten in zwei zu vergleichenden Ausgangskulturen. Spillner geht bei seinem Ansatz auch auf die Vernetzung von Textsorten und die „intrakulturellen Varietäten“ ein und schafft dadurch einen breit angelegten, sprachhandlungsbasierenden Kulturvergleich: Auch wenn zwei Textsorten in zwei Sprachen – nach einer sorgfältigen Festlegung des 'tertium comparationis' – als vergleichbar eingestuft werden, ergeben sich sprach- liche, stilistische, textuelle und fachorientierte Kontraste. Dabei ist in jeder Sprache das Verhältnis zu verwandten bzw. konkurrierenden Textsorten zu untersuchen. Auch innerhalb einer Sprache ist zu beachten, dass in unterschiedlichen Ländern/ Kulturen Varietäten möglich sind. (Spillner 2008, Kap. 6) Dass bei einem Sprach- und Kulturvergleich nicht nur vom Sprachsystem, sondern insbesondere von der kommunikativen Praxis in einer einzelsprachlich gebundenen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.