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Junktoren im Text der Protokolle des Generallandtags von Preußen Königlichen Anteils aus den Jahren 1526-1528

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Sylwia Firyn

Die in dieser Arbeit untersuchten Protokolle des Landtags von Königlich Preußen wurden von Danziger Schreibern verfasst, die die Gesandten Danzigs begleiteten. Die Texte hinterlegten sie im Danziger Ratsarchiv. Ihre Sprache ist Deutsch, nur die beigelegte Korrespondenz mit dem polnischen König ist Lateinisch. Bisher ist der Gebrauch der Junktoren in diesen frühneuhochdeutschen Kanzleitexten Polens nicht ausreichend untersucht worden. Ihre Analyse (10 Konjunktoren, 40 Subjunktoren, 3 Adjunktoren) ergab nun, dass die damaligen Schreiber alle angenommenen und auch manche bisher für später datierten Neuerungen realisierten. Hinsichtlich des Gebrauchs der Junktoren lässt sich der Text damit als typisch frühneuhochdeutsch bezeichnen. Mit diesen Ergebnissen leistet die Autorin einen Beitrag zu Gebrauch und Bedeutung von Junktoren in Texten dieser Zeit und dieser Gattung und damit zur Erforschung der deutschsprachigen Kanzleien der frühen Neuzeit in Polen und des Frühneuhochdeutschen im Allgemeinen.

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4 Zum Forschungsziel und zum Beschreibungsapparat

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4.1 Vorbemerkungen Das Ziel der Analyse besteht in der Beschreibung der Bedeutung und des Ge- brauchs von Junktoren (Konjunktoren, Subjunktoren, Adjunktoren). Es wird also überprüft, welche Junktoren in den Protokollen des Generallandtags von Preußen königlichen Anteils auf der Text- und Satzebene auftreten und ob ihr Gebrauch den neuhochdeutschen Stand erreicht hat. Die Handschrift der Protokolle ist schwer leserlich. Da aber in dieser Analyse auf die Relation zwischen den Graphemen und Phonemen nicht eingegangen wird, ist die Erschließung der manchmal nicht leserlichen Buchstaben nicht relevant. Von der Unleserlichkeit mancher Buchstaben zeugt auch die Tatsache, dass die Editoren der Druckausgabe nicht ganz selten die Wörter falsch abgelesen haben, z.B. [...] das gross vorterb (statt: vorteil) der lande awsz sulcher voranderunge der muntze gefolget were. (14.01.1527, S. 180) und gemeynen nackberschaft (statt: na/ochberschaft) ( 16.01.1527, S.202) 23 mal steht fursti statt furstl [...] zo in dem tage zu Grwdentz und folgender zum Colinen uff der S. Fursti. Durchl. sich begeben, mit vorwendunge der sterblichen lufft enthschuldiget. Ouch anczeigen- de, das S. Fursti. Gnade den tage uff Lichtmessen [...] (16.03.1528, S. 273) während furstl. 296 mal vorkommt: [...] des sich S. Furstl. Gnade [...] sunder S. Furstl. Gnade alles das gerne thuen [...] (18.07.1527, S.119) Auch die Großschreibung der Geldbezeichnungen (z.B. prewssche Marg und 18 Heller – 11.05.1528, S. 380) stammt von den Editoren. Ein anderes Problem ist die Zeichensetzung in der Druckausgabe. Die Edito- ren wollten den Historikern das Verstehen des Textes einfacher machen und ha- ben Interpunktionszeichen eingesetzt, wo sie in der Handschrift...

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