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40 Jahre Leichenshow – Leichenschau

Die Veränderung der audiovisuellen Darstellung des Todes im Fernsehkrimi "Tatort</I> vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels im Umgang mit Sterben und Tod

Stephan Völlmicke

«Tod im Fernsehen» und «Tod in der Realität» haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, auf den zweiten Blick jedoch ist auch der fiktive Tod in Film- und Fernsehsendungen immer ein Produkt des Umgangs mit dem Tod in der Gesellschaft und umgekehrt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Todes in den Medien, speziell im Tatort, und reflektiert dabei den Umgang mit Sterben und Tod in der Gesellschaft. In einer Langzeituntersuchung werden die Veränderungen der filmisch-gestalterischen Mittel der Todesdarstellung in der Krimireihe Tatort analysiert. Die Arbeit zeigt, dass es eine offensichtliche Tendenz zu immer längeren und gleichzeitig sehr nahen, distanzarmen Todesdarstellungen gibt, die eine bis dahin ungewohnte, sehr direkte und detailreiche Perspektive auf den toten Körper offeriert. Die Arbeit macht zudem deutlich, dass die Gründe für die zunehmenden und drastischeren Todesdarstellungen im Fernsehen nicht ausschließlich auf ihren hohen Unterhaltungswert zurückzuführen sind, sondern dass die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit Sterben und Tod einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Weise der Todesdarstellungen im Fernsehen haben. Die Erzählungen vom Tod in den Medien thematisieren die in der Gesellschaft vorherrschenden Definitionen von Tod.

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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit entstand am Institut für Kommunikationswissenschaft und wurde im Dezember 2010 von der Philosophischen Fakultät der Westfäli- schen Wilhelms-Universität Münster als Dissertation angenommen und mit dem Rigorosum im Mai 2011 abgeschlossen. Die zitierte Literatur befindet sich auf dem Stand von Dezember 2010. Zahlreiche Personen haben mir auf dem Weg zum Gelingen dieser Arbeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Allen danke ich sehr herzlich für ihre Un- terstützung. Mein ganz besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Joachim Wester- barkey für die Betreuung vom Beginn bis zur Vollendung der vorliegenden Ar- beit. Neben fachlichen Anregungen hat mich seine offene, sehr freundschaftli- che und humorvolle Art stets ermutigt und motiviert. Herrn Prof. Dr. Sven Papcke danke ich für die Übernahme des Zweitgutachtens. Besonders danke ich Frau Beate Jung vom WDR für Ihre unglaubliche Hilfsbereitschaft und den un- komplizierten Zugang zum WDR-Archiv. Ebenfalls danke ich Sarah Kristin Richter vom NDR für Ihre Unterstützung. Außerhalb des universitären Rahmens möchte ich meiner Familie und mei- nen Freunden für ihre aufrichtige und wohlwollende Unterstützung danken. Für wichtige Hinweise beim Abschluss der Arbeit danke ich besonders Annika Ha- machers, Susanne Lüdeling, Katie Grosser und Anne Schulze. Ein besonders großes Dankeschön geht an meine Mutter, die mein Studium und meinen ganzen Lebensweg mit großem Interesse und sehr liebevoll begleitet hat. Besonders danken möchte ich meinem Vater (2004), der für mich immer...

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