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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Germanistische Textlinguistik- Digitalität und Textkulturen- Vormoderne Textualität- Diskurslinguistik im Spannungsfeld von Deskription und Kritik -Mitherausgeber: Margot Heinemann, Beata Mikolajczyk, Beate Kellner, Ingo H. Warnke, Henning Lob

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Edited By Franciszek Grucza, Margot Heinemann, Beate Kellner, Beata Mikolajczyk and Ingo Warnke

Der Band enthält die Beiträge von vier Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Germanistische Textlinguistik (betreut und bearbeitet von Margot Heinemann) sind auf zentrale Fragen der aktuellen textlinguistischen Forschung ausgerichtet: auf theoretische Fundamente und neue Forschungsrichtungen der Textlinguistik (vor allem auf der Folie des Verhältnisses von Textlinguistik und Diskursanalyse), auf theoretische und praktische Forschungsergebnisse zu Textproduktion und Textrezeption, auf die wissenschaftliche Fundierung und praktische Verwendung von Textsorten. Die Vorträge der Sektion Digitalität und Textkulturen (betreut und bearbeitet von Beata Mikołajczyk, Henning Lobin, Gerd Antos) gehen auf die Frage nach den Auswirkungen der Digitalität bzw. der neuen Medien auf die Entwicklung von Textkulturen und von neuen Kommunikationsformen ein. Dabei wird auch der Frage nach einer neuen Bestimmung des Textbegriffs und des Verhältnisses zwischen Oralität und Schriftlichkeit nachgegangen. Die Vorträge der Sektion Vormoderne Textualität (betreut und bearbeitet von Beate Kellner, Jan-Dirk Müller) gehen auf Ausdrucksformen, Verwendungen, Funktionsweisen und Geltung von vormodernen Texten aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit ein. Vormoderne Texte werden nicht nur in ihrer sprachlichen Verfasstheit untersucht, sondern in ihren medialen und materialen Gegebenheiten, in ihren Verbindungen mit institutionellen Verhältnissen und soziokulturellen Faktoren. Die Vorträge der Sektion Diskurslinguistik im Spannungsfeld von Deskription und Kritik (betreut und bearbeitet von Ingo H. Warnke, Ulrike H. Meinhof, Martin Reisigl) gehen in der Beschäftigung mit transtextuellen bzw. gesprächsübergreifenden Strukturen der Sprache als spezifisches Forschungsfeld der Diskurslinguistik von zwei unterschiedlichen Ausprägungen der linguistischen Diskursforschung aus: von der der historischen Semantik verpflichteten deskriptiven Diskurslinguistik und von der im Gefolge des angelsächsischen Critical Discourse Analysis entwickelten kritischen Diskurslinguistik. Die vorgelegten Studien unterstreichen die Relevanz einer zukünftig stärker integrativen Diskurslinguistik, die deskriptive Zugänge und kritische Verfahren als voneinander abhängig versteht.

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Sektion (24) Germanistische Textlinguistik. Betreut und bearbeitet von Margot Heinemann, Zofia Bilut-Homplewicz und Marianne Hepp

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Sektion (24) Germanistische Textlinguistik Betreut und bearbeitet von Margot Heinemann, Zofia Bilut-Homplewicz und Marianne Hepp Einleitung MARGOT HEINEMANN In dieser Sektion wurden 33 Vorträge von Wissenschaftlern aus 12 Ländern gehalten – was wir für einen guten Durchschnitt bei einem Weltkongress halten. Von den 33 Vorträgen werden hier 25 in verkürzter Fassung vorge- stellt. Die Sektionsarbeit war auf drei Schwerpunkte ausgerichtet: – Theoretische Fundamente und neue Forschungsrichtungen der Textlingu- istik – Theoretische und praktische Forschungsergebnisse zu Textproduktion und Textrezeption – Textsorten – ihre wissenschaftliche Fundierung und praktische Verwen- dung Im ersten Schwerpunkt ging es vor allem um Fragen zum Verhältnis von Textlinguistik und Diskursanalyse (W. Heinemann, Leipzig, Deutschland, indirekt auch Redder, Hamburg, Deutschland; beide nicht in diesem Band) bzw. um Möglichkeiten der Einbindung oder sogar der gegenseitigen Be- reicherung (Roth, Zürich, Schweiz), wie sie nach Wildfeuer (Bremen, Deutschland) für die Analyse multimodaler Texte Anwendung finden kann. Themen, die zu interessanten Diskussionen führten, da hier Grundsätzliches zum Verhältnis von Textlinguistik und der eher sozialwissenschaftlich orien- tierten Diskursanalyse angesprochen wurde. In Anlehnung an und in Weiterführung dieser Diskussion wurde der Be- griff des Performative turn von Habscheid (Siegen, Deutschland) einge- bracht, um den – relativ engen – Textbegriff zu erweitern und ihn für die Medialität von Kultur brauchbar zu machen. Auf einen „dynamischen Text- begriff“ verweist auch Rothkegel (Chemnitz, Deutschland), um Wissensbe- stände von Texten für die Kommunikation aufzubereiten. C. Gansel (Greifs- wald, Deutschland) bestand nachdrücklich darauf, dass der Luhmannsche Systembegriff durchaus...

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