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Einzig und allein

Ledige Figuren in der Belletristik

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Andrea Bugge

Diese Arbeit vergleicht die literarischen Darstellungen des ledigen Menschen und die Thematik der Ehelosigkeit in ausgewählten Romanen und Erzählungen aus dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Unter Einbezug textsoziologischer, intertextueller, sozialgeschichtlicher, soziokultureller und genderspezifischer Zusammenhänge weist die Autorin den Einfluss des frühromantischen Liebesideals auf die Gestaltung lediger Figuren der folgenden literarischen Strömungen nach. Dabei wird erkennbar, wie prägnant der Typus des «Hagestolzes», der «alten Jungfer» und des postmodernen Singles die Frage nach dem Wesen des Menschen und seinen ästhetischen Ausdrucksformen spiegelt, trotz und gerade wegen der ihm zu allen Zeiten zugeschriebenen scheinbaren sozialen Mangelhaftigkeit.

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Inhaltsverzeichnis

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1 Einleitung...................................................................................................................9 1.1. Thematische Einführung.....................................................................................9 1.2. Problemdarstellung und Methode.....................................................................26 1.3. Werkkorpus.......................................................................................................27 2 Vorbildlich romantisch: Friedrich Schlegels wegweisendes Liebesmodell ...........................................................................................................30 2.1. Strahlend fern: Das Frauenideal „Lucinde“.......................................................30 2.2. Rein (-) schriftlich: Schreibkraft (der) Frau oder Dorothea Schlegels „Florentin“.........................................................................35 3 Die Art erhalten: Adalbert Stifters „Sanftes Gesetz“................................................41 3.1. Vereinzelt närrisch: Die familiäre Resozialisation lediger Sonderlinge.............46 3.2. Ehelos abgeschlossen: „Der Hagestolz“............................................................54 3.2.1. „Alles, alles zu spät“...............................................................................54 3.2.2. „Ein grandios düster prächtiger Charakter“.............................................55 4 Für sich(,) reserviert: Dandyistisches Außenseitertum als kulturelle Rebellion.......61 4.1. Sein eigener Herr: George Brummell und der Facettenreichtum des Dandyismus...............................................................................................61 4.2. Repräsentative Selbstliebe: Der Dandy und sein Publikum...............................64 4.2.1. Aller Bande ledig: Dandy- versus Bürgertum.........................................65 4.2.2. Zugeknöpft und ungebunden: Dandyistische Androgynität und das Prinzip „Frau“...........................................................................70 5 4.3. Absteigende Linie: Der dekadente Dandy und die Fin de Siècle-Stimmung.....77 4.3.1. Dekadenz als Lebensgefühl und künstlerische Bewegung......................77 4.3.2. Ästhetische Vereinsamung: Joris-Karl Huymans „Gegen den Strich“.....79 4.3.3. Dandys ausgeschlossen: Der Niedergang des Dandytums.......................86 5 Ungerechtfertigt unverheiratet: Kafkas Dilemma zwischen literarischer und familiärer Welt .............................................................................93 5.1. Verloren für den menschlichen Verkehr: Die Tragik des Junggesellen..............93 5.2. Askese und Schaulust: Dandyistisch-dekadente Aspekte bei Kafka .................95 5.3. „Unlösbare Frage: Bin ich gebrochen? Bin ich im Niedergang?“ – Kafkas Hypochondrie- und Krankheitsdiskurse ...............................................97 5.4. Belastende Nachkommenschaften: Kafka über Sexualität, Ehe und Familie .............................................................................................103 5.5. Im Zeichen Odradeks: „Blumfeld, ein älterer Junggeselle“.............................113 6 Allein(,) eine Frage der Existenz: Ledige Außenseiter in der Literatur...

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