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Essays im Spannungsbereich von Psychotraumatologie, Ästhetik und Wissenschaftstheorie

Mit einem Vorwort von Hartmann Hinterhuber und einem Geleitwort von Waltraut Cooper

Gerhard Bengesser and Susanne Bengesser

Psychotraumatologie kennt mehrere maximale Traumen. Das Miterleben eines tödlichen Suizids sowie das Verkraften des Todes eines Kindes werden in dieser Untersuchung besonders herausgearbeitet. In beiden Fällen sind Selbsthilfegruppen große Hilfen, da das Spiegeln im Schicksal anderer Gruppenmitglieder sehr hilfreich ist. Der Hauptteil des Buches geht der Frage nach, inwiefern der Satz von der engen Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn zu Recht besteht. Kurzbiographien durch die Autoren sollen helfen, dieser Frage empirisch näher zu rücken. Gesunde Genies wie Haydn werden Bruckner, Bachmann und anderen gegenübergestellt. Konklusion: Neurotische Verfassung kann nicht als Vorbedingung für hohe schöpferische Aktivität gesehen werden; dennoch: in Einzelgebieten wie Sucht und Suizid ist eine gewisse Häufung gegeben. In einem weiteren Kapitel wird die Thematik des Miterlebens eines tödlichen Suizids in der Familie erneut für Dichter gestellt: hat er durch seine Kapazität größere Fähigkeiten zum Verarbeiten? Die Frage wird verneint! Im letzten Essay wird die Sonderstellung der Psychologie im Konzert der Wissenschaften erörtert – besonders wird der historische Kontext, desweiteren Psychotherapie und Kunsttherapie berücksichtigt.

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Was schmerzt uns im Leben und lässt uns nicht los: Geschehen, die häufig Langzeitstörungen verursachen

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Summary: War – including civil war – is without any question the greatest and the most common cause of psychic trau- mata. In this connection the suffering of lovers, parents and so on is evaluated unproperly. Also problems con- cerning partial invalidity, physical or psychological in nature (like Vietnam-syndroms) are discussed. In civil life – among other constellations – two life events are extraordinary tragic: experiencing a lethal suicide in the family or of a significant person and secondly the death of a child. What is common in both kinds of traumas is the overchallenging of the repertoire of acceptance and working through – the last one in the long run! Zusammenfassung: Der Krieg ist wohl für geballte Traumata – sowohl physisch als auch psychisch – verantwortlich. Dabei wurde die – meist lebenslange – Verdüsterung, die Soldatenbräute und Eltern durchmachen, früher wohl viel zu wenig gewürdigt. Auch Probleme um eine Teilinvalidität – häufig von der Umwelt ambivalent gewürdigt – sind hier zu erörtern. Im zivilen Leben verdienen es zwei spezielle Traumata, erwähnt zu werden: Miterleben eines Suizid- todes und Tod eines Kindes. Sehr häufig verursachen diese Schicksalsschläge eine posttraumatische Belastungs- störung (PTSD). Gemeinsam ist für beide Traumata das Übersteigen der „Verkraftungskapazität“ des betreffen- den Menschen und späterhin die inadequate Abarbeitung! Einleitung Es hat sich in letzter Zeit umgangssprachlich eingebürgert, bei dem Ausdruck Trauma – Traumata entspricht der altgriechischen Art der Pluralbildung – gleich an ein seelisches Geschehen zu denken. Die traditionelle Verwendung aber in früheren...

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