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Essays im Spannungsbereich von Psychotraumatologie, Ästhetik und Wissenschaftstheorie

Mit einem Vorwort von Hartmann Hinterhuber und einem Geleitwort von Waltraut Cooper

Gerhard Bengesser and Susanne Bengesser

Psychotraumatologie kennt mehrere maximale Traumen. Das Miterleben eines tödlichen Suizids sowie das Verkraften des Todes eines Kindes werden in dieser Untersuchung besonders herausgearbeitet. In beiden Fällen sind Selbsthilfegruppen große Hilfen, da das Spiegeln im Schicksal anderer Gruppenmitglieder sehr hilfreich ist. Der Hauptteil des Buches geht der Frage nach, inwiefern der Satz von der engen Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn zu Recht besteht. Kurzbiographien durch die Autoren sollen helfen, dieser Frage empirisch näher zu rücken. Gesunde Genies wie Haydn werden Bruckner, Bachmann und anderen gegenübergestellt. Konklusion: Neurotische Verfassung kann nicht als Vorbedingung für hohe schöpferische Aktivität gesehen werden; dennoch: in Einzelgebieten wie Sucht und Suizid ist eine gewisse Häufung gegeben. In einem weiteren Kapitel wird die Thematik des Miterlebens eines tödlichen Suizids in der Familie erneut für Dichter gestellt: hat er durch seine Kapazität größere Fähigkeiten zum Verarbeiten? Die Frage wird verneint! Im letzten Essay wird die Sonderstellung der Psychologie im Konzert der Wissenschaften erörtert – besonders wird der historische Kontext, desweiteren Psychotherapie und Kunsttherapie berücksichtigt.

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Frühere Bücher des Autors Gerhard Bengesser

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1. Im selben Verlag ist 1980 und 1982 das zweibändige Buch: „Wechselbeziehungen zwischen Psychiatrie, Psychologie und Philosophie“. erschienen. (Erster Band:120, zweiter Band 180 Seiten.) Ein Leitfaden durch die Geistesgeschichte aus psychiatri- scher und psychologischer Sicht Kapitelübersicht: Erster Band:ISBN: 3-261-04687-2 1 Vorwissenschaftliche Einheit der „Wissenschaften“: Medizinmann, Priesterarzt der Hochkulturen Indien, Ägypten 2 Griechische Antike, Erste Aufklärung, Revers Einteilung: Platon Anfangspunkt der geistesgeschichtlichen Psychologie, Aristoteles: Beginn der naturwissen- schaftlichen Psychologie (erstes Lehrbuch der Psychologie: Peri Psyches, d.h. De Anima!) Hippokrates: Viersäftelehre als Fundament für Typenlehre 3 Hellenismus Psychohygiene der Stoiker, Cicero und die Psychosomatik (Tuskulum-Disputationen) Große Psychiatrie: Celsus, Soranus, Araeteus, Galen 4 Patristik – Neuplatonismus Tertullian: erster christlicher Psychologe Plotin: erstmals Erwähnung des Aus- drucks Unbewußtes – nicht im freudschen Sinn zu interpretieren! Augustinus: Betonung der Introspektion 5 Scholastik: arabische und – im engeren Sinne – scholastische „philosophische“ Psychologie Avicenna, Thomas von Aquin, Albertus Magnus Kaum bekannte naturalistische Kommentare: Petrus Hispanus, einziger Arzt unter den Päpsten, weiters Wernherus Medicus aus dem Stift Kremsmünster, von Gottfried Roth entdeckt! 6 Renaissance: Widersprüchlichkeit des Zeitgeistes Paracelsus, Cardano Kämpfer gegen Hexenjagd: Johannes Weyer 7 Grundelemente des neuzeitlichen Denkens Descartes Cogito, ergo sum, radikaler Dualismus: res extensa – res cogitans, Vermittler Zirbeldrüse Leibniz: Monadologie 132 Frühere Bücher des Autors Gerhard Bengesser Locke: Medizin als Präambel Hume: Assoziationspsychologie, Ablehnung der Metaphysik 8 Aufklärung: Differenzen und Parallelitäten in Behandlung der Geisteskranken Christian Wolff: Psychologia rationalis, Psychologia empirica Erfahrungsseelenheilkunde Tetens etc. 7 Deutscher Idealismus Immanuel...

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