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Neue Stimmen aus Österreich

11 Einblicke in die Literatur der Jahrtausendwende

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Edited By Joanna Drynda and Marta Wimmer

Dieser Sammelband ist österreichischen Autorinnen und Autoren gewidmet, die in den letzten zwei Dekaden an die Öffentlichkeit getreten sind. Ein summarischer Überblick über die thematischen und ästhetischen Schwerpunktsetzungen in der jüngsten Literatur bildet den Ausgangspunkt für die Reflexion textvermittelter Befindlichkeiten zu Anfang des 21. Jahrhunderts. In den Einzelanalysen werden aus unterschiedlichen Perspektiven die Werke von Michaela Falkner, Milena Michiko Flašar, Olga Flor, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Julya Rabinowich, Angelika Reitzer, Kathrin Röggla, Clemens J. Setz und Vladimir Vertlib beleuchtet. Das Buch ist das Ergebnis eines bilateralen, polnisch-österreichischen Projekts, deshalb wird auch nach der Präsenz junger österreichischer AutorInnen auf dem polnischen Buchmarkt gefragt.

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Vorwort

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7 Vorwort Die von Hans Weigel in den Jahren 1951-1954 herausgegebene Anthologiereihe Stimmen der Gegenwart war als Förderung junger österreichischer AutorInnen konzipiert. Mittlerweile avancierte nicht nur der Titel dieser Edition zu einem gern zitierten Klassiker, sondern auch viele der damals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellten SchriftstellerInnen, die sich aufgrund von formalen Innovationen und/oder der von ihnen behandelten Thematik einen festen Platz im Kanon der deutschsprachigen Literatur gesichert haben – man denke an Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Herbert Eisenreich, Gerhard Fritsch, Marlen Haushofer, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, um nur einige Namen zu nennen. Die vorliegende Sammelmonographie Neue Stimmen aus Österreich. 11 Einblicke in die Literatur der Jahrtausendwende entstand 2012 im Rahmen eines bilateralen, polnisch-österreichischen Projekts, das in Zusammenarbeit vom Lehrstuhl für Österreichische Literatur und Kultur der Adam-Mickiewicz- Universität Poznań und dem Österreichischen Kulturform Warschau geplant und durchgeführt wurde. Den Ausgangspunkt bildete die Beobachtung, dass in Diskussionen zur österreichischen Literatur, besonders im Kontext literaturwissenschaftlicher Studien im fremdsprachigen Ausland, dem Schaffen von jungen AutorInnen relativ wenig Platz eingeräumt wird. Trotz der Versuche, neue Entwicklungslinien zu analysieren1, bietet gerade die Auseinandersetzung mit den neuesten Veröffentlichungen ein weites Forschungsfeld. Und noch dazu ein äußerst interessantes, nicht nur deswegen, weil die Kritik wieder einmal von der „‘Verösterreicherung‘ der deutschen Literatur“ spricht. „Der Verdacht, dass die aufregendste, eigensinnigste und vielfältigste deutschsprachige Literatur derzeit aus Österreich kommt, beschleicht Beobachter seit drei Jahren vor allem im Herbst, wenn auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Buchpreis vergeben wird“2, urteilt 2008...

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