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Wettbewerbsvorteil durch Innovation und Unternehmertum in angelsächsisch-liberalen und rheinischen Volkswirtschaften

Eine empirisch diskriminatorische Untersuchung von «Varianten des Kapitalismus»

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Dominik Manuel Kögel

Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Frage nach der Existenz unterschiedlicher Wirtschaftsmodelle und ihrer Vor- und Nachteile aktueller denn je. Dabei ist selbst die Existenz von «Varianten des Kapitalismus» wissenschaftlich hoch umstritten. Diese Arbeit will die emotional stark aufgeladene Debatte auf Basis harter Daten und Fakten objektivieren. Mithilfe einer statistischen Methodik, die unter anderem in der Naturwissenschaft verwendet wird, um Spezies in Flora und Fauna zu unterscheiden, zeigen sich systematische Unterschiede zwischen Kapitalismusvarianten, die weit über die «klassischen» Bereiche Sozialstaat und Arbeitsmarkt hinausgehen. Sie betreffen zum Beispiel die Patentspezialisierung (das «Innovationsprofil») von Volkswirtschaften sowie die Rahmenbedingungen für Innovation und Unternehmertum und sind bedeutend genug, um komparativen institutionellen Vorteil für Volkswirtschaften und Wettbewerbsvorteil für Unternehmen zu bewirken.

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Zusammenfassung, weiterer Forschungsbedarf und abschließende Bemerkungen

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In dieser Arbeit wurde eine These untersucht, nach der Varianten des Kapitalismus deutlich unterschiedliche Rahmenbedingungen für Innovation aufweisen, was zu kom- parativem institutionellen Vorteil führt und bedeutende Konsequenzen für die zukünf- tige Entwicklung der konkurrierenden Wirtschaftsmodelle hat. Dazu wurde zunächst, um dem Leser die Einordnung zu ermöglichen, ein Überblick über die Literatur zu den Varianten des Kapitalismus, ihren Vertretern, Inhalten und offenen Punkten gegeben. Da das Thema von Varianten des Kapitalismus selbst empi- risch unzureichend fundiert war, wurde die Existenz von Varianten anhand von aus der Literatur abgeleiteten Indikatoren untersucht. Auch die Frage nach der Existenz eines Erfolgsmodells wurde empirisch beantwortet. Es folgte ein Abriss zur Bedeutung von Innovation und zum Konzept Wettbewerbsfähigkeit, um die Bedeutung von Innovati- on für die zukünftige Entwicklung der Kapitalismen, insbesondere des von einer Wachstumsschwäche geplagten Rheinmodells, in Perspektive zu setzen. Hier wurde auch auf verschiedene Innovationskonzepte und ihr Auftreten eingegangen, sowie die Theorie zu Varianten des Kapitalismus und Innovation in den Kontext der Innovati- onsdebatte gestellt. Als nächstes wurden zwei Kernaussagen der bestehenden Theorie zu Varianten des Kapitalismus und Innovation empirisch überprüft: Es wurde unter- sucht, ob die von Hall/Soskice (2001) aufgestellte These, dass verschiedene Kapita- lismusvarianten eine deutlich unterschiedliche Patentspezialisierung aufweisen, auch dann noch gilt, wenn nicht zwei exemplarische Vertreter, sondern zwei Gruppen von Ländern verglichen werden. Die bestehende „Varianten des Kapitalismus“-Theorie sieht in einem systematisch höheren Maß an Kooperation zwischen Unternehmen, welches in der koordinierten Marktwirtschaft herrschen...

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