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Transkulturelle Identität und Übersetzungsmodelle skandinavischer Literatur

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Maria Krysztofiak

Dieser Sammelband erfasst ausgewählte Aspekte der literarisch konstruierten Identität und ihrer Umsetzung in narrative Weltbilder in den Werken skandinavischer Autoren. Dabei wird das Thema auf drei Ebenen erörtert, erstens im Rahmen der nationalen Denk- und Erzählmuster, zweitens im Bereich der skandinavischen, übernationalen Erzählung über gemeinsame Geschichte und Gegenwart sowie drittens im Hinblick auf die wirkungsästhetische Kommunikation der durch Übersetzungen skandinavischer Literaturen vermittelten Weltbilder und Kulturchiffren. Die Perspektive der Übersetzung der Literatur aus dem Norden hebt folgende Aspekte der Vermittlung skandinavischer Autoren hervor: die Notwendigkeit und die Art der Wiedergabe der charakteristischen Erzählweise, die auf die altnordische Narrativik zurückblickt, die Möglichkeit der Vermittlung eines durch den individuellen Kulturcode chiffrierten Gesamtkonzepts skandinavischer Literaturen sowie die wirkungsästhetische Bedeutung der Neuübersetzungen.

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Der vorliegende Band greift ausgewählte Aspekte des vielfältigen Phänomens der literarisch konstruierten Identität und ihrer Umsetzung in narrative Weltbilder in den Werken skandinavischer Autoren auf. Das Thema wird auf drei Ebenen erörtert, erstens im Rahmen der nationalen Denk- und Erzählmuster, zweitens im Bereich der skandinavischen, übernationalen Erzählung über gemeinsame Geschichte und Gegenwart, drittens im Hinblick auf die wirkungsästhetische Kommunikation der durch Übersetzungen skandinavischer Literaturen vermittelten Weltbilder und Kulturchiffren. Es soll hier allerdings bemerkt werden, dass die Gemeinsamkeiten und Differenzen von der außerskandinavischen Perspektive wahrscheinlich sowieso eine andere Wandlung erfahren. Die gemeinsame Perspektive Skandinaviens geht auf gemeinsame geschichtliche Erfahrungen, historisch vergleichbare Entwicklungslinien oder ähnliche faktographische Ereignisse bei unterschiedlichen Ausgangspunkten zurück. Die Versuche der Dekodierung der gemeinsamen Optik der kulturellen Integrationsprozesse führen in der Regel zur Aufdeckung politischer Interessen, die sich hinter der Absicht der kulturellen Gleichschaltung der nordischen Länder verbergen. Die kulturelle Dominanz ist demnach als ideologisierende Lesart außerkultureller Prozesse zu sehen. Die sich daraus ergebenden kulturgeschichtlichen Konnotationen könnten voreilig zu der Annahme führen, dass skandinavische Autoren ähnlich schreiben, weil sie den narrativen Mustern ihrer gemeinsamen Kultur folgen. Die These klingt verlockend, sie lässt sich aber nur in Einzelfällen nachweisen und strandet allzu oft in mythischen Überlegungen zur strukturellen Ethnologie, die meist zur Erstellung eines Netzwerks zeit- und raumloser Archetypen führen. Die historisch belegbaren Differenzen gehen auf die Zeit nach der Auflösung der Kalmarunion und Entstehung der autonomen Nationalstaaten im 16., 19....

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