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Transkulturelle Identität und Übersetzungsmodelle skandinavischer Literatur

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Edited By Maria Krysztofiak

Dieser Sammelband erfasst ausgewählte Aspekte der literarisch konstruierten Identität und ihrer Umsetzung in narrative Weltbilder in den Werken skandinavischer Autoren. Dabei wird das Thema auf drei Ebenen erörtert, erstens im Rahmen der nationalen Denk- und Erzählmuster, zweitens im Bereich der skandinavischen, übernationalen Erzählung über gemeinsame Geschichte und Gegenwart sowie drittens im Hinblick auf die wirkungsästhetische Kommunikation der durch Übersetzungen skandinavischer Literaturen vermittelten Weltbilder und Kulturchiffren. Die Perspektive der Übersetzung der Literatur aus dem Norden hebt folgende Aspekte der Vermittlung skandinavischer Autoren hervor: die Notwendigkeit und die Art der Wiedergabe der charakteristischen Erzählweise, die auf die altnordische Narrativik zurückblickt, die Möglichkeit der Vermittlung eines durch den individuellen Kulturcode chiffrierten Gesamtkonzepts skandinavischer Literaturen sowie die wirkungsästhetische Bedeutung der Neuübersetzungen.

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Vermittlungsmodell der Übersetzungen skandinavischer Literatur, am Beispiel der Verlagsreihe „Werke skandinavischerAutoren“. Maria Krysztofiak

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Vermittlungsmodell der Übersetzungen skandinavischer Literatur, am Beispiel der Verlagsreihe „Werke skandinavischer Autoren“ Maria Krysztofiak Die Übersetzungsforschung geht in ihren neueren interdisziplinär angesiedelten Überlegungen gerne von der Annahme Clifford Geertz’, Kulturen als Texte zu verstehen, die dechiffriert werden sollten und die durch die Begegnung mit fremden Kulturen, im ständigen Wandel bewusst werden können.1 Es kommt allerdings auf die Art der Begegnung und die Repräsentativität der Übersetzung, wie es schon der auch mit dem Übertragen fremder Werke vertraute Goethe vermerkt hatte.2 Genauso wie ein guter Übersetzer, der zur Zeit Goethes meistens zugleich ein anerkannter Dichter oder in Philosophie und Philologie geschulter Literaturkritiker war, mit dem Vermerk der Repräsentativität hoch gelobt wurde, so sollte man im 20. und 21. Jahrhundert die Gabe der Repräsentativität auch den Kritikern und Verlegern abverlangen. Zumal weit über die Hälfte der Veröffentlichungen übersetzte Texte sind. Die Verantwortung eines Verlegers, Literar- und Übersetzungskritikers sowie des Übersetzers liegt nicht ausschließlich im Bereich der Verkaufszahlen, sondern besteht vor allem darin, fremdsprachige Literaturphänomene durch Übersetzungen, Beiträge, Kommentare von hoher Qualität im Sinne eines die narrativ-ästhetische Identität sichernden Kulturtransfers zu fördern und weiterzuleiten. Übersetzungen sind nicht nur Dokumentationen unseres Verstehens der Literatur, sondern zugleich Konstruktionen der Identität der jeweiligen Literatur, einer Epoche. eines bestimmten Autors, seiner Werke usw. Sie transferieren auf ihre Art Kultur tragende narrative Grundmuster der Originalerzählungen, die auf ästhetisch erkennbare, für die jeweilige Kultur konstituierende Modelle und Denktraditionen zur...

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