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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Textgestaltung in den frühen Zeitungen: zum Problem der Kontinuität vom Satz zum Text

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Michel Lefèvre (Montpellier) In vorliegendem Beitrag soll die Textgestaltung in den frühen periodischen Zeitungen untersucht werden, m it besonderer Berücksichtigung derjenigen Gefüge, die hierar­ chisch oberhalb der syntaktischen Einheit Satz anzusiedeln sind, und die formal als Absätze oder Unterabsätze gekennzeichnet werden können. Der methodologische A n­ satz soll die von E. Gülich vertretene Auffassung der hierarchischen Abstufung von Teiltexten sein, die an Hand einer parallelen Abstufung von G liederungssignalen1 ab­ gegrenzt werden können2. Bei diesem deszendenten Modell, wie auch schon bei frühe­ ren aszendenten Modellen, wie jene von Heger vertretene Hierarchie der Signemrän- ge3, w ird versucht, die sprachlichen Einheiten in einem Kontinuum vom einfachsten M onem bis zum T ext4 darzustellen, w obei die komplexeren Einheiten jew eils als Kombination von einfacheren, in der Hierarchie tiefer gelegenen Einheiten gesehen werden. Jedoch erscheint in beiden Modellen eine gewisse Diskontinuität beim Ü ber­ gang von den syntaktisch komplexen Sätzen zu Einheiten, die man bereits als Teiltexte bezeichnen muss. Bei Heger befindet sich dieser Übergang oberhalb des Signemrangs 8, so dass bei der Beschreibung dieses Modells Definitionsanpassungen notwendig waren5. In Gülichs M odell liegt dieser Einschnitt zwischen den Stufen 5 und 6 der Gliederungsseinheiten, der eindeutig einen qualitativen Sprung darstellt, m it dem w ir uns im Folgenden näher befassen wollen. Es soll geprüft werden, ob komplexe Satzge­ füge wirklich in dasselbe Paradigma wie Teiltexte gebracht werden können, oder ob die qualitativ unterschiedlichen Gliederungssignale bei...

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