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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010: Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Deutsch als Fremdsprache im Wandel- Deutschlernen an der Grenze. Wider den Einheitsunterricht!- Literatur, Kunst und Musik im Kontext Deutsch als Fremd- und Zweitsprache- Deutsch im Rahmen von Mehrsprachigkeitskonzepten- Karikatur im Fremdspra

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Edited By Franciszek Grucza, Camilla Badstübner-Kizik, Kamal El Korso, Marina Foschi-Albert and Annette Kliewer

Der Band enthält die Beiträge von fünf Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Deutsch als Fremdsprache im Wandel (betreut und bearbeitet von Marina Foschi Albert, Konrad Ehlich) sind zentralen Fragen des Deutschen als Fremdsprache gewidmet: Interkulturalitätsforschung, europäische Sprachen- und Bildungspolitik, universitärer Fremdsprachendidaktik. Die Vorträge der Sektion Deutschlernen an der Grenze. Wider den Einheitsunterricht! (betreut und bearbeitet von Annette Kliewer) befassen sich mit der Nachbarsprachendidaktik, d.h. den Chancen und Problemen des fremdsprachlichen und des muttersprachlichen Deutschunterrichts an den Grenzen zu deutschsprachigen Ländern (Dänemark, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande). Dabei wird ein Fremdsprachenunterrichts-Konzept für das Deutsche anvisiert, das Vorstellungen der Einheitlichkeit von Kultur überwindet zugunsten neuer grenzüberschreitender Identitäten, die einem Konzept von «Interregionalität» verpflichtet sind. Die Vorträge der Sektion Literatur, Kunst und Musik im Kontext Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (betreut und bearbeitet von Camilla Badstübner-Kizik) thematisieren Literatur, Kunst und Musik in ihrer Rolle als Medien einer Sprach- und Kulturvermittlung im Fremd- und Zweitsprachenunterricht Deutsch. Die Vorträge der Sektion Deutsch im Rahmen von Mehrsprachigkeitskonzepten (betreut und bearbeitet von Barbara Sadownik und Britta Hufeisen) fokussieren ausgewählte Aspekte der Mehrsprachigkeitsforschung in ihren sprachpolitischen, didaktischen, neurobiologischen und glottodidaktischen Aspekten (u.a. Mehrsprachigkeitsdidaktik, Multikulturalität, Lernervarietäten, diglossische Sprachsituationen) und bewerten die Stellung des Deutschen im Rahmen von Mehrsprachigkeitskonzeptionen. Die Vorträge der Sektion Karikatur im Fremdsprachenunterricht: Zur gegenwärtigen sprachdidaktischen Rolle des satirischen Bildes (betreut und bearbeitet von Kamal El Korso) erkunden das Potenzial von Karikaturen als didaktisches Mittel (etwa als Zugang zum Fremden) und die Möglichkeit ihrer Anwendung im DaF-Unterricht.

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Sektion (25). Deutsch im Rahmen von Mehrsprachigkeitskonzeptionen. Betreut und bearbeitet von Barbara Sadownik und Britta Hufeisen

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Sektion (25) Deutsch im Rahmen von Mehrsprachigkeitskonzeptionen Betreut und bearbeitet von Barbara Sadownik und Britta Hufeisen Einführung BARBARA SADOWNIK Hauptziel der Sektion war es, Notwendigkeit und Vorteile einer intensiven Auseinandersetzung der Germanistik auf der ganzen Welt mit den vielfälti- gen Dimensionen der menschlichen Mehrsprachigkeit, d. h. sowohl mit den sprachpolitischen als auch kognitiven, neurobiologischen und glottodidak- tischen Aspekten, deutlich zu machen. Damit hoffen die Herausgeber, den gegenwärtigen, kontroversen Diskussionsstand innerhalb der Mehrsprachig- keitsforschung im Wesentlichen wiederzugeben. Im Fokus liegen die noch nicht völlig erklärten und somit heftig diskutierten Forschungsfragen, Thesen und Hypothesen. Es scheint ihnen wichtig, den Stand der wissenschaftlichen Errungenschaften wenigstens in einigen Hauptlinien festzuhalten, die aufge- lösten Kontroversen zu sichten und zu klären und die vertretenen Positionen bezüglich der Stellung des Deutschen im Rahmen von Mehrsprachigkeits- konzeptionen zu bewerten. Es soll gezeigt werden, dass die moderne Germa- nistik fruchtbringend ihre Forschungserkenntnisse in die komplexe Mehr- sprachigkeitsforschung einbringen kann. Der Beitrag von Nader Haghani trägt den Titel Content Language Integrated Learning als Realisierungsrahmen zur Integration des Deutschen im iranischen Mehrsprachigkeitskonzept. Der Autor weist darauf hin, dass trotz der zum Teil großen Homogenität, die in Europa in Bezug auf die Mehrsprachigkeitspolitik herrscht, deren Realisierung – ablesbar an den Mehrsprachigkeitskonzepten – in jedem europäischen Land ganz anders ausfällt. Die Frage, die hier diskutiert wird, lautet, wie die europäische Mehr- sprachigkeitspolitik im Iran realisierbar ist und wie das Deutsche in dieses Konzept integriert werden kann. Es wird gezeigt, dass aufgrund...

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