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Dezentralität, Föderalismus und Wachstum

Eine international vergleichende Analyse

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Denis Alt

Häufig wird argumentiert, ein stark dezentraler Staatsaufbau könne ein Hindernis für die wirtschaftliche Dynamik eines Landes darstellen. Diese Studie beschreibt die dezentrale Struktur in 57 Staaten der Erde. Dabei finden einerseits etablierte fiskalische (De)Zentralisierungsindikatoren Verwendung. Andererseits werden bislang unbeachtete Aspekte, zum Beispiel die geographische Zentralisierung und die Abhängigkeit der Regionen und Gemeinden von Zuweisungen, durch Indikatoren abgebildet. Auf dieser Grundlage werden ähnliche Staaten zu Clustern zusammengefasst. Die gewonnenen Ländergruppen werden vergleichend daraufhin untersucht, ob sie sich bezüglich ihrer wirtschaftspolitischen Ergebnisse, insbesondere in der Erreichung des Wachstumsziels, systematisch voneinander unterscheiden.

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Anhang B: Methodik der Clusteranalyse

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Anhang B Methodik der Clusteranalyse Im theoretischen Teil der Arbeit wurde deutlich, dass eine empirische Analyse der offen- sichtlichen Mehrdimensionalita¨t des Fo¨deralismusbegriffes gerecht werden muss. In der Literatur finden sich vereinzelt Hinweise darauf, dass diese Mehrdimensionalita¨t erkannt wird, ohne allerdings den Anspruch zu erheben, hieraus die richtigen Schlu¨sse hinsichtlich der Auswahl multivariater Analyseverfahren zu ziehen. So erkennen z. B. Ba¨hr, Stierle- von Schu¨tz undWrede (2007) an, dass ”Dezentralisierung eine multidimensionale und kontinuierlich vera¨nderbare Gro¨ße“ ist. Der besonders interessante Unterschied zwischen Mehrdimensionalita¨t und Kontinuita¨t wird allerdings auch hier nicht herausgearbeitet.1 Einzelne Aspekte, die durch geeignete Indikatoren zu erfassen sind, wirken nicht in allen La¨ndern gleich und du¨rfen daher nicht gleichfo¨rmig u¨ber alle untersuchten Staaten be- trachtet werden. Vielmehr ist eine Aufdeckung verschiedener La¨ndergruppen erforderlich, die durch das Zusammenwirken einzelner Aspekte jeweils eine gewisse Einzigartigkeit er- langen. So ist es z. B. denkbar, dass der Umfang der Aufgabenwahrnehmung (gemessen als Anteil der Ausgaben der Kommunen und Regionen an den Ausgaben des Gesamtstaates) nur dann eine fo¨derale Qualita¨t widerspiegelt, wenn bestimmte andere Kriterien – etwa eine gewisse Einnahmenautonomie, ein Rechtsanspruch auf Teile des Steueraufkommens oder ein bestimmtes Niveau gesellschaftlicher Freiheit – gleichzeitig erfu¨llt sind. Zur Aufdeckung solcher Gruppen bietet sich das struktur-entdeckende Verfahren der Clusteranalyse an. Das Ziel einer solchen Untersuchung besteht in der Identifizierung von hinsichtlich der Dezentralisierungskriterien mo¨glichst homogenen Teilmengen aus der 1 Die Autoren verweisen auf die Frage der ”Gesetzgebungskompetenz...

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