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Möglichkeiten einer Projektfinanzierung bei CSP-Vorhaben

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Jörg Böttcher

Die Arbeit untersucht, inwieweit solarthermische Kraftwerke (CSP-Kraftwerke) als Projektfinanzierungen dargestellt werden können. Durch die besondere Finanzierungsmethodik einer Projektfinanzierung kommen dem Risikomanagement und der Stabilität der Cashflows eine besondere Bedeutung zu. Aus der Theorie der Marktversagenstatbestände wird abgeleitet, wie Verträge effizient gestaltet werden können und welche Aspekte bei der Partnerwahl zu berücksichtigen sind. Im Anschluss werden die Anforderungen an eine Projektfinanzierung mit den Charakteristika von CSP-Vorhaben verzahnt. Ausgehend von einem konkreten CSP-Vorhaben werden eine Finanzierungsstruktur entwickelt und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Erkenntnisse lassen sich auf andere Projektfinanzierungen übertragen.

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5. Risikoidentifikation, Risikoträger und Risikoinstrumente

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5.1. Risiko und Risikomanagement - Grundsätze Der folgende Abschnitt 5.1 ist aus meiner Publikation „Projektfinanzierung“ (dort das Kapitel 3.1) entnommen, wobei Teile überarbeitet worden oder neu hinzugekommen sind141. In der betriebswirtschaftlichen Literatur existiert eine Vielzahl von Interpretati- onsvarianten für den Begriff des Risikos142. Risiko soll hier als negative Abwei- chung vom Planwert einer Zielgröße verstanden werden, da sie für jeden Betei- ligten eine Verlustgefahr bedeutet143. Dieses Verständnis ist in Abbildung 22 dargestellt: Abbildung 22: Darstellung von Chance und Risiko144 Durch das Risikomanagement soll ein systematischer und erfolgsorientierter Ansatz zum Umgang mit Risiken erreicht werden. Dies gilt insbesondere für Projektfinanzierungen, da die Neuartigkeit und Einzigartigkeit jedes Projekts unbekannten Einflussfaktoren unterliegen, welche zu Risikopositionen führen145. Des Weiteren ergeben sich durch die zukunftsgerichtete Cashflow-Orientierung 141 J. Böttcher; P. Blattner 2006, S. 33-36. 142 Ausführlicher M. Hupe 1995, S. 43 ff.; D. Tytko 1999, S. 142 f.; H. Uekermann 1993, S. 23. Zum Risikobegriff aus technischer Sicht siehe P. Frohböse 2010, S. 13-16. 143 In Anlehnung an M. Hupe 1995, S. 46. In einem breiteren Begriffsverständnis wird un- ter Risiko die Gefahr verstanden, dass ein tatsächlich realisiertes Ergebnis vom erwarte- ten Ergebnis positiv oder negativ abweicht. Positive Abweichungen werden dann als „Chance“ bezeichnet, negative Abweichungen als „Risiko im engeren Sinn“. Dieser letztgenannten Interpretation des Risikobegriffs wollen wir hier folgen. 144 J. Böttcher 2009, S. 41. 145 M. Hupe 1995, S. 43 ff.. Zukunft Gegenwart Zielwert negative Abweichung (Risiko) Positive Abweichung (Chance)...

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