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Erziehung oder Lust am Ausleben von Fantasien?

Beiträge zur Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Didaktik

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Kaspar H. Spinner

Die in diesem Band versammelten Beiträge befassen sich mit Kinder- und Jugendliteratur vornehmlich unter dem Aspekt des Spannungsverhältnisses von Erziehungsvorstellung und literarischer Ästhetik. Die Märchen der Brüder Grimm, die Bildergeschichten von Wilhelm Busch, Johanna Spyris Heidi-Roman, Rowlings Harry Potter, Sendaks Wo die wilden Kerle wohnen, Bücher von Henning Mankell, von Joyce Carol Oates, von Nicky Singer, von Sigrid Zeevaert und anderen kommen ausführlicher zur Sprache. Besondere Berücksichtigung finden das Motiv des Essens und Trinkens in der Kinder- und Jugendliteratur und die Identitätsfindung mit den damit verbundenen Entwicklungsaufgaben. Erörtert werden auch Fragen der Didaktik und Methodik der Kinder- und Jugendliteratur.

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Vorwort

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Der vorliegende Band enthält eine Zusammenstellung von Beiträgen, die ich in den vergangenen Jahren für verschiedene Zeitschriften und Sammelbände ver- fasst habe. Sie dokumentieren einen wissenschaftlichen Zugriff, in dem sich Textinterpretation, entwicklungs- und tiefenpsychologische, pädagogische und didaktische Fragestellungen verbinden. Der Titel des Bandes verweist auf ein Spannungsverhältnis, das mich besonders interessiert: Kinder- und Jugendlite- ratur vermittelt seit je Erziehungsvorstellungen von Erwachsenen – selbst anti- pädagogische Texte vertreten eine bestimmte Auffassung von Erziehung. Für Kinder und Jugendliche ist Literatur aber auch ein Medium, mit dem sie Fanta- sien folgen, die gegen erzieherische Ansprüche gerichtet sind. Die Beiträge sind im Band in Gruppen geordnet (Teil I bis VI). In der ersten Gruppe finden sich Beiträge zu Märchen, wobei die grimmschen Märchen im Vordergrund stehen. Die zweite Gruppe unter der Überschrift „Fantastik“ enthält Beiträge zu Harry Potter und einen allgemeineren Beitrag zur Bedeutung, die der fantastischen Literatur für das literarische Lernen zukommen kann. Die dritte Gruppe gilt einem Motiv, dem Essen und Trinken, das meines Erachtens eine zentrale Rolle in der Kinder- und Jugendliteratur spielt. Die vierte Gruppe ist überschrieben mit „Dialektik des Pädagogischen“; das ist ein Stichwort, unter dem man fast alle Beiträge zusammenfassen könnte und das auch im Titel des Bandes implizit schon angesprochen ist. Es verweist auf die Frage, wie in der Kinder- und Jugendliteratur das Spannungsverhältnis von Erziehung und Fanta- sieproduktion gestaltet ist. Böse Buben und aufmüpfige M...

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