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Schriften zur Rechtsphilosophie, zum Strafrecht und zum Medizin- und Biorecht

Herausgegeben von Hans Lilie und Henning Rosenau

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Hans Lilie and Henning Rosenau

Die Publikationen von Hans-Ludwig Schreiber sind überaus vielfältig. Sie befassen sich mit den Grundfragen in Rechtstheorie und Rechtsphilosophie und reichen von dogmatischen Arbeiten zum Straf- und Strafprozessrecht bis hin zu hochaktuellen Themen des modernen Biorechts. Er hat mit seinem breit angelegten Œuvre Wissenschaft, Rechtsprechung und Medizin nicht nur theoretisch bereichert, sondern stets auch praxisnah beeinflusst. Mit Fug und Recht kann man ihn als Vater des modernen, interdisziplinären Medizinrechts bezeichnen. Da viele der grundlegenden Arbeiten an heute schwer zugänglichen Orten veröffentlicht wurden, bleiben seine Schriften in einer Auswahl – das Schriftenverzeichnis enthält über 300 Einträge – mit diesem Band der Fachwelt dauerhaft zugänglich.

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I. Rechtsphilosophie und Rechtstheorie

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Der Begriff der Rechtspflicht. Quellenstudien zu seiner Geschichte. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dr. Hans Welzel, 168 Seiten, Berlin, Walter de Gruyter u. Co., 1966. in: Archiv für Begriffsgeschichte Bd. XII, 1968, S. 133 – 136 Rechtslehre und Rechtspraxis verwenden den Begriff der Pflicht neben dem des subjektiven Rechts als einen ihrer Grundbegriffe. Sie kennen, um nur einige Bei- spiele zu nennen, die verschiedensten Rechtspflichten: Staatsbürger- und Organ- pflichten, Leistungs-, Verkehrssicherungs-, Duldungs-, Handlungs- und Garanten- pflichten. Für die neuere Rechtstheorie bildet der Pflichtbegriff indes eine große Verle- genheit. Walter Burckhardt hat resignierend bekannt, man könne ihn ebenso wenig definieren wie entbehren. Der Sache nach betrifft er das Verhältnis des Einzelnen zu den Normen des Rechts, die subjektive Seite der Rechtsgeltung. Daher verkno- ten sich in ihm die wesentlichen Probleme der Rechtsphilosophie: Die Fragen nach dem Grunde des Rechts, nach seinem Verhältnis zur Sittlichkeit und zur Macht. Die hier angezeigte Schrift widmet sich der bisher kaum zusammenhängend behandelten Geschichte des Begriffes. Sie zeichnet exemplarisch – ohne jeden An- spruch auf Vollständigkeit auch nur hinsichtlich der bedeutendsten Äußerungen zum Thema – den Gang der Entwicklung des Problems nach und bemüht sich da- bei, die systematischen Möglichkeiten seiner Lösung darzulegen. Der Rechtspflichtbegriff stammt aus den Naturrechtslehren, die Sittlichkeit und Recht als einheitliche Vernunftordnung für das menschliche Handeln ansahen. Sei- ne nähere Entwicklung beginnt mit der Stoa. Diese kennt, wie später Thomas v. Aquin und noch Samuel Pufendorf, – unbeschadet aller...

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