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Strategische Wahlkampfkommunikation

Wahlkampf-Intertextualität als strategische Komponente der Sprache im Wahlkampf

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Dania Platz

Mittels Sprache gewinnen Parteien Wahlen: Sprache transportiert Ideologien, Sprache leistet politische Überzeugungsarbeit und Sprache evoziert gewünschte Wirkungen der Parteien. Sprache ist ein strategischer, parteipolitischer Faktor im Wahlkampf. Die Untersuchung begründet die Sprachstrategie Wahlkampf-Intertextualität politischer Parteien. Diese sprachlichen Beziehungen zwischen parteipolitischen Texten im Interaktionsrahmen Wahlkampf werden unter den Aspekten Selbst- und Gegnerperspektive der Parteien, ihrer Wahlkampfbotschaft und Dissensdialogizität linguistisch beschrieben. Dafür werden u.a. Pressemitteilungen, Wahlprogramme, Wahlbriefe, Twittermeldungen, Blogeinträge und Newsletter wahlkämpfender Parteien auf den Ebenen Lexik, Syntax, Pragmatik, Text und Reihe analysiert.

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F. Sprachliche Beziehungen im Wahlkampf– eine Intertextualitätstheorie

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381 F. Sprachliche Beziehungen im Wahlkampf – eine Intertextualitätstheorie I. Selbst- und Gegnerperspektive Die in der Fallstudie untersuchte Sprache im Wahlkampf gehört zum Untersu- chungsgegenstand der Politolinguistik. Im Interaktionsrahmen Wahlkampf ver- läuft die Wahlkampfkommunikation im Dreieck zwischen Parteien, Medien und Wählern.792 Diese Kommunikationssituation fasst die Lasswell-Formel zusam- men: „Who says what in which channel to whom with what effect?”793. Die Antworten auf seine offenen Fragen verdeutlichen die Bestandteile des Kom- munikationsprozesses im Wahlkampf. Medien und Parteien sind intermediäre Systeme, die an der politischen Wil- lensbildung beteiligt sind.794 Sie stehen in einem unvermeidbaren Spannungs- verhältnis zueinander.795 Parteien sind auf die Vermittlungsleistung der Mas- senmedien angewiesen, um durch sie ihre Wahlwerbung einem breiten, disper- sen Publikum indirekt kommunizieren zu können. Folglich passen politische Akteure ihre Wahlkampfkommunikation an die Handlungslogik der Medien an. Vertreter der Medien selektieren aus diesem Informationsinput, transformieren die Botschaften der wahlkämpfenden Parteien und geben sie zum Teil verzerrt in ihrer Berichterstattung wieder.796 Die Medien vorliegender Untersuchung transportieren die Texte des Korpus, speichern sie ab bzw. stellen ihre Quelle dar. Es handelt sich um das World Wi- de Web und speziell um die Kommunikationsform Twitter. Medien als selbstän- dige Akteure werden vernachlässigt, weil die Texte, die sie transportieren, nicht den Untersuchungsgegenstand der Arbeit darstellen und dem Forschungsinteres- se nicht nachkommen. Der Arbeit liegt ein skalenartiges Medienverständnis zu Grunde, das ihren Aktivitäts- und Autonomiegrad auf einem Kontinuum abbil- det. Abhängig von der jeweiligen Vermittlungseinrichtung bzw. dem institutio- nalisierten...

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