Show Less

Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

Series:

Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Michael Schreiber: Anaphorik als Übersetzungsproblem. Am Beispiel der deutschen Pronominaladverbien

Extract

185 Michael Schreiber Anaphorik als Übersetzungsproblem. Am Beispiel der deutschen Pronominaladverbien Bereits Malblanc hat in seiner Stylistique comparée du français et de l’allemand darauf hingewiesen, dass die deutschen Pronominaladverbien zu Übersetzungs- problemen führen können, wenn in eine Sprache wie das Französische übersetzt wird, in der die entsprechende Wortart nur marginal vertreten ist. Anaphorisch verwendete Pronominaladverbien werden daher nicht selten explizierend im Französischen wiedergegeben, wie im folgenden Beispiel: „Dabei kam über ihn eine gewisse Behaglichkeit. Il prenait à ces méditations un certain plaisir.“ (Malblanc 1968: 262) In meinem Beitrag möchte ich versuchen, diese Problematik im Rahmen eines germanisch-romanischen Übersetzungsvergleiches etwas systematischer zu be- schreiben. Untersucht werden sollen Übersetzungen aus dem Deutschen und ins Deutsche. Als Datenbasis dient das Korpus Europarl, das Reden aus dem Euro- päischen Parlament und deren Übersetzungen in verschiedene Amtssprachen der Europäischen Union enthält. Als Kontrastsprachen zum Deutschen fungieren zwei weitere germanische Sprachen (Englisch, Niederländisch) und drei romani- sche Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch). 1 Pronominaladverbien: Inventar und Gebrauch Im Deutschen wird der Ausdruck Pronominaladverb traditionell für Verbindun- gen der Adverbien da, hier und wo und verschiedenen Präpositionen verwendet. Aus morphologischer Sicht adäquater erscheint der Terminus Präpositionalad- verb (Zifonun et al. 1997: 54 f.). Ich werde jedoch im Folgenden den traditionel- len Ausdruck Pronominaladverb beibehalten, da er sich auch in der neueren Linguistik weitgehend durchgesetzt hat. Pronominaladverbien können an die Stelle einer Präpositionalphrase (PP) treten und fungieren daher u.a. als Adverbi-...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.