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Folgerichtigkeitsgebot und Erbschaftsteuer

Christine Grolig

Das vom Bundesverfassungsgericht über einen Zeitraum von 20 Jahren entwickelte Folgerichtigkeitsgebot wird in dieser Arbeit im Hinblick auf seine verfassungsrechtlichen Grundlagen untersucht. Die Entwicklung vom Systemgerechtigkeitsgedanken zur Folgerichtigkeit wird aufgezeigt und eine Abgrenzung vorgenommen. Eine Durchbrechung der folgerichtigen Ausgestaltung der Belastungsgrundentscheidung kann durch Lenkungszwecke und Typisierungsbefugnis gerechtfertigt werden. Dem Gesetzgeber bleibt es zudem unbenommen, einen Systemwechsel durchzuführen. Im Hinblick auf diese Ergebnisse wird eine Überprüfung des Erbschaftsteuergesetzes auf folgerichtige Ausgestaltung vorgenommen. Insbesondere das Begünstigungssystem für Betriebsvermögen (§§ 13a, 13b, 19a ErbStG) hält dem Folgerichtigkeitsgebot jedoch nicht stand.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ................................................................................................................................... 1 Kapitel 1: Entstehung des Folgerichtigkeitsgrundsatzes ............................................................ 9 A. Von der Sach- und Systemgerechtigkeit zur Folgerichtigkeit .................................... 9 I. Die Begründung des Systemgerechtigkeitsgedankens ....................................................... 9 1. Die Entwicklung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ...................... 9 2. Rezeption in der Literatur ......................................................................................... 14 a) Die Kritik .................................................................................................................. 14 b) Gegenauffassung ...................................................................................................... 16 c) Eingeschränkter Anwendungsbereich ....................................................................... 16 II. Eingrenzung des Begriffs Systemgerechtigkeit .............................................................. 17 1. Systembegriff ............................................................................................................ 18 2. Sachgesetzlichkeit und Sachgerechtigkeit ................................................................ 20 3. Selbstbindung oder Bindung an ein System ............................................................. 21 4. Eigenes Verständnis der Systemgerechtigkeit .......................................................... 22 III. Die Entwicklung des Folgerichtigkeitsgedankens ......................................................... 24 1. Vom Zinsurteil zu den Aufwendungen für ein Erststudium – Folgerichtigkeitsrechtsprechung ................................................................................... 24 2. Rezeption des Folgerichtigkeitsgrundsatzes in der Literatur .................................... 34 a) Ablehnende Ansicht .................................................................................................. 34 b) Gegenauffassung ...................................................................................................... 37 c) Eigene Auffassung .................................................................................................... 40 B. Systemgerechtigkeit und Folgerichtigkeit – Abgrenzung ......................................... 52 I. Literatur ............................................................................................................................ 52 II. Eigene Abgrenzung ......................................................................................................... 56 Kapitel 2: Folgerichtigkeit als Verfassungsprinzip .................................................................. 61 A. Verfassungsrechtliche Begründung .......................................................................... 61 I. Geltungsgrund in Art. 3 Abs. 1 GG ................................................................................. 62 II. Geltungsgrund in den Freiheitsgrundrechten .................................................................. 69 III. Geltungsgrund im Gebot der Verallgemeinerung ......................................................... 71 IV. Geltungsgrund in Art. 20 Abs. 3 GG ............................................................................ 72 V. Abschließende eigene Bewertung................................................................................... 74 B. Konkretisierung des Maßstabs .................................................................................. 81 I. Anwendbarkeit auf einzelne Teilrechtsordnungen ........................................................... 82 VIII II. Systemübergreifende Anwendbarkeit ............................................................................. 83 1. Steuerrecht und Zivilrecht ......................................................................................... 84 2. Steuerrecht und Sozialrecht ...................................................................................... 85 III. Anwendbarkeit für diese Arbeit .................................................................................... 85 Kapitel 3: Folgerichtigkeit im Steuerrecht ............................................................................... 87 A. Der allgemeine Gleichheitssatz ................................................................................. 87 I. Die Willkürformel ............................................................................................................ 87 II. Die neue Formel und ihre Auswirkungen auf die Folgerichtigkeit ................................ 89 III. Das Verhältnis von Leistungsfähigkeitsprinzip und Folgerichtigkeitsgrundsatz .......... 90 B....

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