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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Textlinguistik, neue Medien und Marketing in DaF-Seminaren der Breslauer Germanistik

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Roman Opiłowski (Wrocław, Polen) 1 Breslauer Germanistik – ein kurzer Abriss Im Jahr 2011 feiert die Germanistik an der Universität Wrocław (Niederschle- sien, Polen) das 200. Jubiläum ihres Entstehens.1 Im November 1811 gründete der Berliner Friedrich Heinrich von der Hagen das erste germanistische Kolleg Über die ältere deutsche Sprache und das Nibelungenlied (vgl. Hałub 2001: 14). Die Breslauer Germanistik bestand dann ununterbrochen bis zum Januar 1945, als der letzte deutsche Direktor des Deutschen Instituts die Stadt Breslau wegen der kriegerischen Belagerung verließ. Die Herrenlosigkeit in der Germanistik dauerte aber nicht lange an (vgl. Tomiczek 2006: 13). Die Anfänge der Breslauer Germanistik im heutigen Wrocław reichen in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück. Im Mai 1945 kam der polnische Germanist Jan Piprek in die noch brennende Stadt, die wieder Wrocław hieß, um den größ- ten Teil der Bibliothek des ehemaligen Deutschen Seminars zu retten, und berei- tete Räume für den künftigen Lehrstuhl für Germanistik vor. Als Dozent sam- melte er einige junge Menschen um sich, die trotz der historisch ungünstigen Periode den Mut hatten, Deutsch zu studieren. Im November 1945 hörten nur sechs Studenten seine erste Vorlesung über Goethes Faust (vgl. ebd.: 7). Innerhalb der letzten Jahrzehnte entwickelte sich Breslauer Germanistik un- ermüdlich. Das Institut für Germanische Philologie der Universität Wrocław zählt heutzutage über 1300 Studierende im Direkt-, Fern-, Abend- und Aufbau- studium. In Lehre und Forschung sind 20 Professoren und...

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