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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Edited By Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Zum Profil des Germanistikstudiums in Polen vor der Bologna-Reform

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Zofia Bilut-Homplewicz (Rzeszów, Polen) Einige Beiträge dieses Bandes widmen sich spezifischen Problemen und Einzel- fragen des Germanistikstudiums in Polen, die heute aktuell sind. Der vorliegen- de Artikel soll dagegen die Grundlinien dieses Studiums in unserem Land vor der Bologna-Reform darstellen. Diese Ausführungen sind somit als eine ‚histo- risch‘ orientierte Ergänzung zu betrachten, auch wenn es sich nur um die jüngste Geschichte handelt. Das Ziel dieses Kurzbeitrags ist es nicht, über Errungen- schaften des Germanistikstudiums in seiner Nachkriegsgeschichte genau zu be- richten1, sondern lediglich sein Grundprofil zu markieren. Für das Germanistikstudium in Polen vor der Bologna-Reform scheinen vor allem drei Charakteristika kennzeichnend zu sein: - das Prinzip Einheitlichkeit (Vereinheitlichung), - das Prinzip Vollständigkeit und - das Streben nach ‚Offenheit’. Mit dem Prinzip Einheitlichkeit ist Folgendes gemeint. Das Studium ermöglich- te nur einen Abschluss mit dem Magistertitel; es wurde nur ein Fach studiert, obwohl viele Teilfächer im Programm enthalten waren. Außerdem wurde lan- desweit nur ein Ausbildungsziel angestrebt – die Lehrerausbildung. Das Prinzip Vollständigkeit hing mit dem breiten Fächerkanon innerhalb des Germanistikstudiums sowie mit dem zeitweise obligatorischen Auslandsaufent- halt zusammen. Im Rahmen einzelner Fächer war eine bestimmte Systematik vorgegeben, bei der die Chronologie eine wichtige Rolle spielte. Während man von diesen beiden Schlüsselbegriffen als von zwei Struktur- prinzipien sprechen kann, ist ‚Offenheit’ als Bestreben von ‚unten‘ anzusehen, das bestehende Germanistikstudium zu modifizieren. Es geht dabei um die indi- viduelle Leistung einzelner (sicher gar nicht so weniger) Dozenten und...

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