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Somatische und emotionale Konzepte in der deutschen und polnischen Phraseologie

Ein lexikografischer Ansatz zum phraseologischen Übersetzungswörterbuch

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Malgorzata Gulawska-Gawkowska

Die Autorin stellt sich die Aufgabe, Übersetzern eine neuartige und wirksame Hilfe bei der Translation von Phraseologismen zu bieten. Sie konzentriert sich auf die drei Bedeutungsbereiche bzw. Konzepte Angst, Verwunderung und Wut. Dazu untersucht sie deutsche und polnische Somatismen, die «Körpermetonymien, Metaphern und konventionelle Mimik und Gestik» aufweisen. Als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen und Strategien setzt sie sich mit traditionellen Wörterbüchern und der jeweiligen Darstellung von Phraseologismen auseinander. Diese kritische Sicht hilft ihr, einen neuen Ansatzpunkt zu finden. Er besteht in der Konzeption einer «onomasiologischen Vorgehensweise in zweisprachigen Werken der Zukunft».
(Aus dem Gutachten von Professor Wolfgang Schramm von der Universität Warschau)

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II. Somatische Phraseologie und Somatismen in phraseologischen Unterdisziplinen

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1. Forschungsstand Somatismen stellen einen bevorzugten thematischen Kreis in kontrastiven Un- tersuchungen dar und sind in verschiedenen Arbeiten von Interesse, die die pol- nische oder deutsche Phraseologie im Vergleich zu einer anderen Sprache be- schreiben. In Polen und Deutschland sind sie ein häufig gewähltes Thema in zahlreichen Magisterarbeiten, die sich der strukturalistischen Methoden bedie- nen. Eine schwedische Arbeit (Krohn 1994), die deutsche Phraseologismen mit Hand und Fuß als Konstituenten im Vergleich zum Schwedischen präsentiert, geht im Umfang und in ihrer Qualität darüber hinaus. Im Polnischen steht uns eine Monografie Frazeologia somatyczna aus dem Jahre 1987 zur Verfügung, in der Somatismen in polnischen Dialekten ausführlich behandelt werden (Tyrpa 22005). Beide Arbeiten liefern Somatismen aus lexikografischen Werken, die als Quellen für das phraseologische Material dienen. Für die kontrastiven Zwecke werden im ersten Fall zweisprachige Wörterbücher in Betracht gezogen, und im zweiten Fall kommen phraseologische Beispiele aus dem Wörterbuch der polni- schen Dialekte. In beiden Arbeiten werden Somatismen sowohl der syntakti- schen als auch der semantischen Analyse unterzogen. Kontrastive Forschungsperspektiven in Bezug auf das Sprachenpaar Deutsch-Polnisch fehlen bis heute, obwohl Bezeichnungen für einzelne Körper- teile als Bestandteile von Somatismen und als Quellen der Motiviertheit sowohl im Deutschen als auch im Polnischen in vielen kleinen Beiträgen vorkommen. In der deutschen Slawistik werden z. B. Metaphern und Metonymien in pol- nischen Idiomen mit dem Bestandteil głowa – ‚Kopf‘ untersucht (Symanzik 2003). Der Autor dieses Beitrags bedient sich der kognitiven Arbeitsmethoden,...

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