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Somatische und emotionale Konzepte in der deutschen und polnischen Phraseologie

Ein lexikografischer Ansatz zum phraseologischen Übersetzungswörterbuch

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Malgorzata Gulawska-Gawkowska

Die Autorin stellt sich die Aufgabe, Übersetzern eine neuartige und wirksame Hilfe bei der Translation von Phraseologismen zu bieten. Sie konzentriert sich auf die drei Bedeutungsbereiche bzw. Konzepte Angst, Verwunderung und Wut. Dazu untersucht sie deutsche und polnische Somatismen, die «Körpermetonymien, Metaphern und konventionelle Mimik und Gestik» aufweisen. Als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen und Strategien setzt sie sich mit traditionellen Wörterbüchern und der jeweiligen Darstellung von Phraseologismen auseinander. Diese kritische Sicht hilft ihr, einen neuen Ansatzpunkt zu finden. Er besteht in der Konzeption einer «onomasiologischen Vorgehensweise in zweisprachigen Werken der Zukunft».
(Aus dem Gutachten von Professor Wolfgang Schramm von der Universität Warschau)

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III. Phraseografie

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1. Kongruenz, Äquivalenz, Pseudoäquivalenz Im Kapitel über Somatismen und kontrastiv-übersetzungswissenschaftliche Phraseologie wurden schon die zwei Begriffe der Äquivalenz und Pseudoäqui- valenz thematisiert. An dieser Stelle kommen wir nochmal auf diese Termini im Zusammenhang mit der lexikografischen Praxis zu sprechen. Auch die Fälle der Kongruenz werden hier im Sprachvergleich Deutsch-Polnisch aus der lexikogra- fischen Perspektive besprochen. Das Motto zu diesem Kapitel thematisiert noch ein anderes Problem, das auch in der phraseografischen Praxis zu berücksichtigen ist, und nur durch die onomasiologische Vorgehensweise in Wörterbüchern zu bewältigen ist. Es han- delt sich um phraseologische Verluste bei der Umkehrung eines deutsch- polnischen Wörterbuches, die auch neuerdings in einem Beitrag von W. Sa- dziński (2011) vor allem am Beispiel deutscher Einwortlexeme mit wortgrup- penlexematischen Äquivalenten im Polnischen beschrieben wurden. Der Autor konzentriert sich auf die Belege aus dem zweisprachigen PONS-Wörterbuch, das auch als Online-Ausgabe zugänglich ist, aber der Idealfall eines zweispra- chigen Wörterbuchs, das er anstrebt, ist auch im Falle von phraseologischen Wörterbüchern nicht vorhanden, auch aus dem einfachen Grund, dass ein derar- tiges Lexikon für beide Sprachenrichtungen Deutsch-Polnisch und Polnisch- Deutsch von ein und derselben Redaktion noch nicht geschaffen wurde. Das an- strebenswerte Spiegelbildprinzip für zweisprachige Wörterbücher beschreibt W. Sadziński wie folgt: Der Idealfall eines zweisprachigen Wörterbuchs bestünde darin, den Lexembestand in bilateraler Relation spiegelbildartig zu erfassen. Stark vereinfacht bedeutet dies (...): Wenn im polnisch-deutschen Teil etwa oko za oko, ząb za...

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