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Somatische und emotionale Konzepte in der deutschen und polnischen Phraseologie

Ein lexikografischer Ansatz zum phraseologischen Übersetzungswörterbuch

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Malgorzata Gulawska-Gawkowska

Die Autorin stellt sich die Aufgabe, Übersetzern eine neuartige und wirksame Hilfe bei der Translation von Phraseologismen zu bieten. Sie konzentriert sich auf die drei Bedeutungsbereiche bzw. Konzepte Angst, Verwunderung und Wut. Dazu untersucht sie deutsche und polnische Somatismen, die «Körpermetonymien, Metaphern und konventionelle Mimik und Gestik» aufweisen. Als Ausgangspunkt für ihre Überlegungen und Strategien setzt sie sich mit traditionellen Wörterbüchern und der jeweiligen Darstellung von Phraseologismen auseinander. Diese kritische Sicht hilft ihr, einen neuen Ansatzpunkt zu finden. Er besteht in der Konzeption einer «onomasiologischen Vorgehensweise in zweisprachigen Werken der Zukunft».
(Aus dem Gutachten von Professor Wolfgang Schramm von der Universität Warschau)

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In dieser Arbeit werden Phraseologismen im weiteren Sinne betrachtet, was mit der lexikografischen Ausrichtung der Abhandlung zusammenhängt. Für Über- setzer als potenzielle, erfahrene und sprachlich sehr gut ausgebildete Benutzer von zweisprachigen phraseologischen Wörterbüchern spielen phraseologische Klassifikationen keine Rolle. Auch aus unserer Sicht sollten lexikografische Werke eine wirkliche Hilfe beim Übersetzen leisten und die sprachliche Realität widerspiegeln und nicht an Schemas angepasst werden, die von Ausnahmen wimmeln. In der polnischen phraseologischen Typologie von Chlebda (2005) finden wir jedoch Typen von Phraseologismen, die in zukünftigen phraseologi- schen Wörterbüchern ihren Platz finden müssen, z. B. Antisprichwörter, rekur- sive Aphorismen, Formeln, geflügelte Worte, Parolen und Slogans, bekannte Titel, verbale Umgangsformen und Routineformeln. Darüber hinaus sollen sie – aus unserer Perspektive – in onomasiologischer Weise betrachtet werden, damit interkulturelle Missverständnisse bei ihrem Gebrauch vermieden werden kön- nen. Unter deutschen Klassifikationen deckt sich Burgers Mischklassifikation im Großen und Ganzen mit Chlebdas Vorschlägen. Unter dem somatischen Aspekt sind in dieser deutschen Typologie von Phraseologismen Kinegramme bemer- kenswert, die um die Gruppe der Zeichen der Zeichen erweitert werden müssen, die Lewicki im Rahmen der Erforschung der Phraseologismen im Polnischen bespricht. Unsere Analyse der zweisprachigen phraseologischen Wörterbücher Deutsch-Polnisch führt zur Schlussfolgerung, dass in diesen Wörterbüchern vor allem die geringe Zahl an Äquivalenten aus der übersetzerischen Perspektive bemängelt wird. Diese Bemerkung präsentieren auch Sprachwissenschaftler in lexikografischen Arbeiten (vgl. Worbs 1994: 162). Darüber hinaus ist auch das knappe...

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