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Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Polen und Österreich

Bestandsaufnahme und Entwicklungsperspektiven

Edited By Boguslaw Dybas, Tomasz Kranz, Irmgard Nöbauer and Heidemarie Uhl

Diese Bestandsaufnahme der KZ-Gedenkstättenlandschaft in Österreich und Polen thematisiert die Geschichte, die gegenwärtige Situation und die Zukunftsperspektiven dieser Orte. Hintergrund ist die Herausforderung, vor der diese Gedenkstätten heute stehen: Die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs und des Nazi-Regimes rückt zunehmend in die Ferne, die Generation der Zeitzeugen ist kaum noch präsent. Für die Vermittlung der Verbrechen des Nationalsozialismus gewinnen daher die Orte, die Zeugnis davon ablegen, eine immer größere Bedeutung. Es sind aber neue Fragen an die Geschichte und neue Erinnerungsbedürfnisse, mit denen Gedenkstätten heute konfrontiert sind. Dem trägt die Neugestaltung von Museen und Ausstellungen, die derzeit etwa in Auschwitz, Majdanek, Stutthof und Mauthausen durchgeführt oder geplant werden, Rechnung. Die vergleichende Perspektive auf KZ-Gedenkstätten in Polen und Österreich ermöglicht neue Einblicke in die dynamischen Transformationsprozesse der historischen Orte der NS-Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.

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Vorwort

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Die vorliegende Publikation enthält die Nachlese der polnisch-österreichi­ schen Konferenz „Gedenkstätten und Museen in den ehemaligen natio­ nalsozialistischen Konzentrationslagern. Bestandsaufnahme und Entwick­ lungsperspektiven“, die von 9.-10. September 2010 unter dem Ehrenschutz des Bundespräsidenten der Republik Österreich Dr. Heinz Fischer im Wis­ senschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien stattgefunden hat. Diese Konferenz war das gemeinsame Vorhaben einer Reihe von Institutionen. Neben dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien waren das Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Aka­ demie der Wissenschaften, das Bundesministerium für Inneres der Republik Österreich — Gedenkstätte Mauthausen, das Staatliche Museum Majdanek, das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau sowie das Museum Stutthof in Sztutowo an der Vorbereitung der Konferenz beteiligt. Ziel der Konferenz war es, die Museen und Gedenkstätten in den einsti­ gen nationalsozialistischen Konzentrationslagern in Polen und Österreich im Kontext ihrer Geschichte und Gegenwart, aber auch hinsichtlich de­ ren zukünftigen Funktionen zu beleuchten. Die Konferenz fand genau in jenem Jahr statt, in dem auch die 65. Wiederkehr des Endes des Zweiten Weltkriegs begangen wurde. Diese Feierlichkeiten wurden mehr denn je im Bewusstsein dessen begangen, dass die letzten lebenden Zeugen dieser furchtbaren Ereignisse, insbesondere die Häftlinge der ehemaligen Konzen­ trationslager, von uns gehen. Gleichzeitig wächst bereits die „vierte Gene­ ration“ heran — nicht mehr die Kinder oder Enkel, sondern die Urenkel jener, die in den Lagern gelitten hatten. Angesichts des unabwendbaren To­ des der Zeitzeuginnen hat diese Generation immer weniger die Möglich­ 10 keit,...

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