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Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Festgabe für Rudolf Suntrup-

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Edited By Volker Honemann and Nine Miedema

Die hier vorgelegte Festgabe für Rudolf Suntrup hat sein Forschungsgebiet, die Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, zum Thema. Die Spanne der Beiträge reicht von geistlichen Aspekten der Spruchdichtung und des Rechtsschrifttums im 12. und 13. Jahrhundert über die Legendendichtung und die Erzähl- und Traktatliteratur des 14. und 15. bis hin zu gedrucktem normativen Schrifttum, dem geistlichen Theater und der religiösen Lyrik des 17. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf bisher kaum erforschten Texten des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei werden, mit Beiträgen zu lateinischen, deutschen, niederländischen, schottischen und französischen Texten, die Grenzen des deutschen Sprachraums bewusst überschritten, um so der Übernationalität dieser Literatur Rechnung zu tragen.

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Einführung - Volker Honemann und Nine Miedema

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Einführung Volker Honemann und Nine Miedema Als im Jahre 1978 in der renommierten Reihe der Münsterschen Mittelalter- Schriften als deren 37. Band die Dissertation des ein Jahr zuvor an der Westfäli- schen Wilhelms-Universität promovierten Rudolf Suntrup im Druck erschien, trat mit diesem Werk ein ‘fertiger’ Wissenschaftler in den Kreis der mediävisti- schen Forschung ein. Sein nicht weniger als 507 Seiten umfassendes Buch Die Bedeutung der liturgischen Gebärden und Bewegungen in lateinischen und deutschen Auslegungen des 9. bis 13. Jahrhunderts1 arbeitete erstmals einen bis- her von Literatur-, Rechts- und Liturgiewissenschaft, aber auch von Kunstge- schichte und Volkskunde behandelten, nie aber zusammenhängend und interdis- ziplinär untersuchten Gegenstand auf, dem wegen der zentralen Rolle der Litur- gie für das Verständnis des Mittelalters sehr hohe Bedeutung zukommt. In ihrer Disposition lässt die Arbeit die Prägung durch die Münsteraner Schule Friedrich Ohlys, dessen Mitarbeiter im später berühmten Sonderforschungsbereich 7 „Mittelalterforschung“ Suntrup seit 1974 war, klar erkennen: das selbstverständ- liche Ausgehen von der Basis der lateinischen Texte bei genauer Einbeziehung der volkssprachlichen Entwicklungen, eine Methodik, die die Theologie (und hier besonders die Liturgiewissenschaft) mit einer interdisziplinär aufgefassten Philologie verband und auch die Kunstwissenschaft nicht ausschloss, eine Kon- zentration auf die für das Mittelalter zentralen Formen der Typologie und der Allegorese. Die vielfach und sehr positiv rezipierte Arbeit erlangte rasch den Status einer für ihr Thema die Norm setzenden Monographie; wer heute in Suchmaschinen im Internet die W...

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