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Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Festgabe für Rudolf Suntrup-

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Edited By Volker Honemann and Nine Miedema

Die hier vorgelegte Festgabe für Rudolf Suntrup hat sein Forschungsgebiet, die Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, zum Thema. Die Spanne der Beiträge reicht von geistlichen Aspekten der Spruchdichtung und des Rechtsschrifttums im 12. und 13. Jahrhundert über die Legendendichtung und die Erzähl- und Traktatliteratur des 14. und 15. bis hin zu gedrucktem normativen Schrifttum, dem geistlichen Theater und der religiösen Lyrik des 17. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf bisher kaum erforschten Texten des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei werden, mit Beiträgen zu lateinischen, deutschen, niederländischen, schottischen und französischen Texten, die Grenzen des deutschen Sprachraums bewusst überschritten, um so der Übernationalität dieser Literatur Rechnung zu tragen.

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Karl der Große auf den Jesuitenbühnen in Osnabrück und Münster - Heinz Meyer (Münster)

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Karl der Große auf den Jesuitenbühnen in Osnabrück und Münster Heinz Meyer (Münster) Zum kulturellen Leben der Stadt und des Bistums Osnabrück gehört das Geden- ken an Karl den Großen, auf den sich die Überlieferungen zur Christianisierung der Region und zur Gründung ihrer politischen und kirchlichen Institutionen be- rufen.1 Eine besondere Rolle bei der Karlsverehrung und der mit ihr verbunde- nen Erinnerungskultur spielt in Osnabrück das Gymnasium Carolinum, dessen Schüler Rudolf Suntrup von 1958 bis 1966 war und dessen Ort in der Bildungs- geschichte des 17. Jahrhunderts er in einem Beitrag von 2009 beschrieben hat.2 Für eine Schule, die im 17. und im 18. Jahrhundert bis zur Aufhebung des Or- dens von den Jesuiten geleitet wurde,3 liegt die Vermutung nahe, dass beim Ge- denken an den Bistums- und Schulgründer das Theater als Instrument der Schulbildung und Öffentlichkeitsarbeit besonders aktiv gewesen sein müsse, dass also die legendäre Gründergestalt an den ‘Karlstagen’ und zu anderen An- lässen auch als Protagonist auf die Bühne gerufen worden sei. Diese Erwartung bestätigt sich freilich nicht, denn nach Recherchen von Michael F. Feldkamp, der die Karlstradition am Gymnasium Carolinum beschrieben hat,4 ist eher eine 1 Vgl. H. Queckenstedt, „Karl der Große und Osnabrück“, in: R. Unnerstall und H. Manni- gel (Hgg.), Gymnasium Carolinum 804-2004, Osnabrück 2004, S. 144-206, mit Litera- turverzeichnis S. 191-197. 2 R. Suntrup, „‘Höhere Bildung’ im 17. Jahrhundert....

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