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Übersetzungsfehler. Eine kritische Betrachtung aus der Sicht der anthropozentrischen Translatorik

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Martyna Szczyglowska

Die Arbeit stellt den Übersetzungsfehler in den Mittelpunkt der Betrachtung. Den Anlass dazu gab das Fehlen eines tiefgründigen translatorischen Bezugsrahmens. Die Problematik der Übersetzungsfehler wird aus der Sicht verschiedener translatorischer und linguistischer Ansätze untersucht. Ausschlaggebend für die durchgeführte Diskussion ist der Ansatz der anthropozentrischen Linguistik. Das Beschreiben von theoretischen Modellen geschieht aber nicht als Selbstzweck. Im Vordergrund der durchgeführten Auseinandersetzung mit dem Übersetzungsfehler steht stets die Übersetzungspraxis.

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3. Übersetzungsfehler

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Damit die Diskussion um eine einzig richtige Übersetzung nicht nur chronisch unsichere Ergebnisse ergibt, muss unweigerlich der Übersetzungsfehler in den Forschungsanspruch genommen werden. Den Anstoß zur Revision unzähliger Klärungsversuche gab die Bemühung, den Übersetzungsfehler nicht unreflek- tiert ohne Rücksicht auf die AT-ZT-Asymmetrie und die postulierte Homogeni- tät der Zielzustände zu positionieren. Die Zweckmäßigkeit, eine brauchbare Fehlerdefinition aus der einschlägigen Literatur herauszubekommen, inspirieren dilletantische Ansichten. Ein Übersetzungsfehler ist solch ein Phänomen, an dem jeder über Fremdsprachenkenntnisse verfügende Laie sich zum Experten erklärt. Die Eröffnung einer neuen Perspektive ist umso wichtiger, dass die von Laien vertretene Ansicht zugleich die Einstellung zum Übersetzen offenbart, dass nämlich zum Übersetzen Fremdsprachenkenntnisse und zweisprachige Wörterbücher genügen. In die Überlegungen über Übersetzungsfehler ist automatisch die anhtropo- zentrische Sprachentheorie einzubeziehen. Außer dem sprachanthropozentri- schen Ansatz und den Axiomen der menschlichen Verständigung habe ich tradi- tionelle Ansätze herangezogen, welche entweder auf die Leserperspektive fo- kussieren oder die Ansicht äußern, dass jede in verschiedenen Sprachen und Kulturen entstandene Übersetzung von ihrer Urfassung abweichen muss. Im An- schluss daran muss nicht nur der Übersetzungsfehler, sondern auch die Diffe- renzierung als Anzeichen der Textinterpretation aufgegriffen werden. Des Wei- teren signalisiere ich potentielle Stellen des Übersetzungsfehlers (vom Formulie- ren des AT angefangen über die Rekonstruktion der Primärinformation, Kon- struktion der Zielinformation, Formulieren des Zieltextes bis zur Rekonstruktion der Zielinformation), die den sinnentstellenden Fehlern ausgesetzt sind und zie- he deren Ursachen in Erw...

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