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Übersetzungsfehler. Eine kritische Betrachtung aus der Sicht der anthropozentrischen Translatorik

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Martyna Szczyglowska

Die Arbeit stellt den Übersetzungsfehler in den Mittelpunkt der Betrachtung. Den Anlass dazu gab das Fehlen eines tiefgründigen translatorischen Bezugsrahmens. Die Problematik der Übersetzungsfehler wird aus der Sicht verschiedener translatorischer und linguistischer Ansätze untersucht. Ausschlaggebend für die durchgeführte Diskussion ist der Ansatz der anthropozentrischen Linguistik. Das Beschreiben von theoretischen Modellen geschieht aber nicht als Selbstzweck. Im Vordergrund der durchgeführten Auseinandersetzung mit dem Übersetzungsfehler steht stets die Übersetzungspraxis.

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6. Schlussfolgerungen und Ausblick

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Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit war durch die Übertragung vor allem der anthropozentrischen Sprachentheorie und der verwandten Ansätze auf überset- zungskritische Reflexionen zu beweisen, dass jeder Übersetzungsprozess nur fallspezifisch erfasst werden kann und genauso spezifisch muss ein Bewer- tungskriterienkatalog angelegt werden, sonst ist seine wissenschaftliche Brauch- barkeit nicht zweifelsohne. Im facettenreichen Charakter des Übersetzungsprozesses findet eine klare Resonanz folgendes Postulat, den AT-Autor, den Übersetzer und den Empfänger ausschließlich als Individuen zu betrachten, die in ihre Idiolekte und subjektive Erkenntnisvermögen „ausgestattet“ sind. Mit den Korrelaten des Ausdrucks Sprache liefert die anthropozentrische Sprachentheorie ein geeignetes Instru- mentarium, dem ontologischen Status der Sprache eine klare wissenschaftliche Basis zu schaffen und endlich die Forderung einer Modellsprache, einer Mo- dellübersetzung und Modell-Sprecher-Hörer aus dem Feld schlagen. Die Forschungsoptik ist also vom Ideal auf das Individuum zu richten. Da dem Übersetzer oft Fehlleistungen bzw. Fehler zur Last gelegt werden, die von ihm nicht verschuldet worden sind, habe ich versucht zu offenbaren, dass nicht alle Fehler vom Übersetzer zu vertreten sind bzw. sein können. Letztendlich wurde hier versucht, die Leser dafür zu sensibilisieren und sie davon zu überzeugen, dass die Forderung einer einzig richtigen Übersetzung ein dilettantisches Wunschdenken ist und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen im offensichtlichen Widerspruch steht. So wie sich die Kommunikation nie voll- kommen vollzieht und durch einen Kompromisscharakter gekennzeichnet ist, kann der Übersetzungsprozess als ein kommunikativer Sonderfall genauso nur als eine Annäherung an den anvisierten homogenen Zielzustand, als ein Kom- promiss zwischen dem Autor und dem...

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