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Der Freiverkehr

Die rechtliche Organisation des Handelssegments Freiverkehr an deutschen Börsen

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Karsten Fink

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Organisation des Handelssegments Freiverkehr an deutschen Börsen. Der Gesetzgeber hat die durch die Umsetzung der europäischen Finanzmarktrichtlinie bedingte Neuordnung des Börsenrechts zum Anlass genommen, die rechtlichen Vorgaben für die Organisation des Freiverkehrs an einigen Stellen in nicht unerheblicher Weise zu ändern. Diese Gesetzesänderungen gaben Anlass, die Stellung des Freiverkehrs im deutschen Börsenwesen und seine rechtlichen Grundlagen eingehend zu beleuchten. Nach einem Blick auf die historische Entstehung und Entwicklung des Freiverkehrs wird zunächst untersucht, wie sich der Freiverkehr heute in die europäische Finanzmarktrichtlinie (MiFID) einpasst. Sodann wird die derzeitige Organisation des Freiverkehrs betrachtet, wobei besonderes Gewicht auf die jüngsten gesetzlichen Neuerungen gelegt wird. Abschließend werden klassische und in der börsenrechtlichen Praxis relevante Rechtsfragen im Freiverkehr erörtert.

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4. KapitelEinbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr

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209 4. Kapitel Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr648 I. Einbeziehung von Aktien Die Voraussetzungen für die Einbeziehung eines Wertpapiers in den Freiverkehr sind je nach Börsenstandort, Handelssegment und Wertpapiergattung unter- schiedlich ausgestaltet. Hat sich ein Unternehmen gegen den regulierten Markt und für ein Listing im Freiverkehr entschieden, gilt es zu bestimmen, welcher Börsenstandort und welches Handelssegment seinen Ansprüchen am ehesten gerecht wird. An meh- reren deutschen Börsen findet man mittlerweile im Freiverkehr unterschiedlich ausgestaltete Teilbereiche und Subsegmente649 sowie spezielle Segmente für be- sondere Handelsobjekte (Fonds650, Derivate651, u. a.) vor, die jeweils unter- schiedliche Einbeziehungsvoraussetzungen und Einbeziehungsfolgepflichten vorsehen. Die Börse München hat beispielsweise den M:access etabliert, ein Segment im Freiverkehr, dass auch den zum regulierten Markt zugelassenen Emittenten offensteht652 und dessen Zugangsbedingungen und Folgepflichten ganz auf die Bedürfnisse von Unternehmen aus dem mittelständischen Bereich (Small- und Mid-Caps) abgestimmt sind. M:access konkurriert mit dem Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse. Als neuester Teilbereich ist in die- 648 Soweit in diesem Abschnitt auf Regelungen an der FWB Bezug genommen wird, bezie- hen sich diese auf die vor dem 01.07.2012 geltende Rechtslage. Zu der umfassenden Neuordnung des Open Markets vgl. unten I. 6 in diesem Kapitel. 649 Mai, AG 2008, R 450: „Deutsche Börse führt Subsegment für den Open Market ein“ (1.10.2008). 650 Z.B.: Baden-Württembergische Wertpapierbörse in Stuttgart: Spezieller Handel für Fondsanteile im Handelssegment IF-X, vgl. § 17 ff. FV-AGB BW-WB; Börsen Ham-...

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