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Don Juan Tenorio

Zur Vorgeschichte des Don Juan-Stoffes in der europäischen Volksüberlieferung

Leander Petzoldt

Einer der großen Stoffe der Weltliteratur wird hier zu seinen Ursprüngen zurückverfolgt. Die Spannweite reicht vom archaischen Totenkult über christliche Exegese im barocken Predigtexempel bis hin zu da Ponte/Mozarts Don Giovanni. Dabei wird deutlich, wie sich der Stoff verschiedenen Gattungen anverwandelt und sich unterschiedlicher Medien bedient. Breiten Raum nehmen dabei einschlägige Glaubensvorstellungen und Volkserzählungen vom Steinernen Gast und vom Beleidigten Totenschädel, die tendenziös theologisch-politischen Bearbeitungen des Stoffes im Jesuitendrama (Leontius) und seine Trivialisierung im Puppenspiel und Volksschauspiel ein. Der Autor stellt Quellenmaterial aus über zwanzig Ethnien zu Verfügung, das in dieser Vollständigkeit bisher einmalig ist.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ........................................................................................................... 5 Einleitung ........................................................................................................ 17 Teil I: Die Sage vom „Toten Gast“ in der oralen Tradition ........................... 21 A. Motivanalyse der mündlichen Varianten .................................................. 21 B. Oikotypen der Sage und Motivkombinationen ........................................ 33 1. Der irische Oikotyp .............................................................................. 34 2. Der bretonische Oikotyp ...................................................................... 35 3. Spezifisch christliche Motive ............................................................... 37 a. Die Johannisminne .......................................................................... 37 b. Die Ladung ins Tal Josaphat ........................................................... 39 c. Das Westerkind ............................................................................... 40 4. Die Einladungsformel .......................................................................... 41 C. Beeinflussungen durch fremdes Erzählgut ............................................... 43 1. Kontaminationen und Motivaustausch ................................................ 43 a. Der Besuch im Jenseits .................................................................... 43 b. Das magische Schwinden der Zeit (Eile der Zeit) ........................... 47 c. Die Hochzeit .................................................................................... 48 2. Motive aus dem Umkreis von Totenkult und Totensage ..................... 49 a. Die Totencharakteristik ................................................................... 49 b. Der Totentanz .................................................................................. 50 c. Das Totenpferd ................................................................................. 51 Teil II: Volksglaubensmässige Vorstellungen und brauchtümliche Elemente in der Sage ......................................................................... 55 A. Der Lebende Leichnam ............................................................................ 55 B. Der Totenschädel ...................................................................................... 58 1. Grundlagen des Schädelkultes ............................................................. 58 2. Sprechende Totenschädel ..................................................................... 61 3. Rächende Totenschädel ........................................................................ 64 4. Rollende Totenschädel .......................................................................... 66 C. Die Substitution des Toten ........................................................................ 68 1. Amorphe Formen ................................................................................. 68 14 2. Anthropomorphe Formen ..................................................................... 70 3. Bild und Maske ..................................................................................... 74 4. Der Steinerne Gast ............................................................................... 77 D. Die Einladung ........................................................................................... 79 1. Das häusliche Totenmahl ..................................................................... 82 2. Brauchtümliche Termine ...................................................................... 86 a. Allerseelen ....................................................................................... 86 b. Weihnachten .................................................................................... 88 c. Hochzeit ........................................................................................... 89 Teil III: Die literarischen Fassungen der Sage und ihre Beziehungen zur narrativen Volksüberlieferung ................................................... 91 A. Die Exempel-Redaktion ........................................................................... 92 1. Die Predigtexempel und ihre Tendenzen ............................................. 92 2. Exkurs: Clemens Burghusian, Seraphisches Jägerhorn… (A 28). Athanasius von Dillingen,...

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