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Psychologie – Genese einer Wissenschaft

Eine problemgeschichtliche Analyse zum Diskurs des Unbewussten

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Ingmar Zalewski

Die Psychologie ist eine junge Wissenschaft. Ihre Geschichte beginnt erst 1879, als Wilhelm Wundt das erste experimentalpsychologische Labor der Welt in Leipzig eröffnet. Doch warum ist die Erzählung der Institutsgründung so populär? Ist nicht erst ein eigenständiges wissenschaftstheoretisches Fundament für die Geburt einer Disziplin konstitutiv? Das vorliegende Buch entwickelt alternative Sichtweisen auf die Genese der Psychologie und greift dabei nicht auf die herkömmliche Erzählung des paradigmatischen Bruchs zurück. Am Beispiel der Debatten zum Unbewussten werden Traditionslinien aufgezeigt, die in Wundts Gesamtkonzeption der Psychologie zusammenlaufen. Ihre Etablierung wird damit nicht primär mit dessen experimentalpsychologischer Pionierarbeit begründet. Stattdessen wird Wundts vermittelnde Position zwischen Geistes- und Naturwissenschaften herausgestellt und für die gegenwärtige Fachdiskussion neu aufbereitet.

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Inhalt

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Einleitung ..................................................................................... 19 Inhaltliche Problemstellung .......................................................... 19 Aufbau und Methodik .................................................................... 23 Literatur ........................................................................................ 24 Begriffsgeschichtliche Einführung ................................................ 26 I Ausgangspunkt ........................................................................... 31 1 Leibniz .......................................................................................... 31 1.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 31 1.2. Perzeption und Apperzeption .............................................. 32 1.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 34 2 Kant ............................................................................................... 37 2.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 37 2.2. Erkenntnistheoretische Position .......................................... 38 2.2.1. Überwindung von Rationalismus und Empirismus ............ 38 2.2.2. Innerer und äußerer Sinn ..................................................... 40 2.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 41 2.3.1. Überwindung des substantiellen Seelenbegriffs ................. 41 2.3.2. Psychologiekritik ................................................................ 43 2.3.3. Das Unbewusste in der Anthropologie ............................... 44 II Traditionslinie des kognitiven Unbewussten ............................ 47 3 Herbart .......................................................................................... 47 3.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 47 3.2. Assoziationspsychologie ..................................................... 48 3.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 49 3.3.1. Statik und Mechanik des Geistes ........................................ 49 3.3.2. Rezeption ............................................................................ 52 4 Fechner .......................................................................................... 55 4.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 55 4.2. Psychophysik ...................................................................... 56 4.2.1. In Auseinandersetzung mit Leibniz und Kant .................... 56 4.2.2. In Auseinandersetzung mit Herbart .................................... 58 4.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 59 16 Zwischenfazit ................................................................................ 63 Rückblick Traditionslinie des kognitiven Unbewussten ................ 63 Ausblick Traditionslinie des volitiven Unbewussten .................... 66 III Traditionslinie des volitiven Unbewussten ............................... 69 5 Schopenhauer ................................................................................ 69 5.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 69 5.1.1. Die Wende zur Natur .......................................................... 69 5.1.2. Die Welt als Wille und Vorstellung .................................... 70 5.2. Der Wille zum Leben .......................................................... 73 5.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 74 5.3.1. Intuitive Psychologie .......................................................... 74 5.3.2. Rezeption im 19. Jahrhundert ............................................. 75 6 Nietzsche ....................................................................................... 77 6.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 77 6.2. Philosophischer Werdegang ............................................... 78 6.2.1. Vom Dionysischen .............................................................. 78 6.2.2. Zum Willen zur Macht ........................................................ 80 6.3. Einbindung in den Diskurs ................................................. 82 IV Endpunkt ..................................................................................... 85 7 Wundt ............................................................................................ 85 7.1. Metatheoretische Einordnung ............................................. 85 7.2. Anknüpfungspunkte...

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