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Aquele século teve muitas heroinas

Festschrift für Maria de Fátima Viegas Brauer-Figueiredo zum 70. Geburtstag

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Edited By Henry Thorau, Kathrin Sartingen and Paulo de Medeiros

Der Sammelband ist eine Festschrift zum 70. Geburtstag von Dr. Maria de Fátima Viegas Brauer-Figueiredo, die von 1968 bis 2008 als Dozentin und Lektorin für Portugiesisch an der Universität Hamburg unterrichtet hat. Ihr Wirken reicht weit über ihre Heimatuniversität hinaus: als Pädagogin und Sprachwissenschaftlerin wie als Autorin mehrerer Standardwerke hat sie den portugiesischen Sprachunterricht und die Lusitanistik an deutschsprachigen Universitäten nachhaltig geprägt. Ihr Praktisches Lehrbuch Portugiesisch, 1975 bei Langenscheidt publiziert, erreichte bis 2003 die 18. Neuauflage, 1978 zeichnete sie verantwortlich für die Neufassung von Langenscheidts Universalwörterbuch Portugiesisch. Der Band enthält Prosa und Lyrik von Lídia Jorge, Teolinda Gersão und Fernando Clara sowie Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu lusitanistischen Themen aus den Bereichen der Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft. In ihrer Bandbreite spiegeln die Texte das große Wissens- und Forschungsspektrum von Fátima Viegas Brauer-Figueiredo wider.

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Excitable Speech Performanz und Überschreitung in Arthur Schnitzlers Reigen

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Isabel Capeloa Gil Universidade Católica Portuguesa de Lisboa Es gibt kein ‘Sein’ hinter dem Tun, Wirken, Werden: !"#$! %#– das Tun ist alles. F. Nietzsche, Genealogie der Moral The social uses of language owe their specifically social value to the fact that they tend to be organized in systems of &'*+&'* $ &'*- Pierre Bourdieu, Outline of a Theory of Practice I – Ansteckungsängste In der 1912-13 verfassten Schrift Totem und Tabu spricht Sigmund Freud von dem zerstörenden Effekt der Äußerung verbotener Wörter und warnt vor der Ge- fahr einer unkontrollierbaren Kommunikation. Die Ansteckungsangst davor liegt genau darin, dass die verbotenen Tabuwörter, wenn sie ausgesprochen werden, gefährlich wirken, weil sie unmittelbar handeln und durch diese Performanz die Codes des Sagbaren dazu benutzen, um das Unsagbare auszusprechen. Die Überschreitung solcher Sprachverbote ist ansteckend und kann sich auf das ge- samte Kulturgewebe übertragen, die Grenzen und Trennungslinien, auf die sich die gesellschaftlichen Regulierungsverfahren gründen somit verflüssigen oder gar gänzlich vernichten. Verbotene oder Tabuwörter weisen auf die in der Spra- che innewohnende Transgression hin, deren Macht genau auf die Notwendigkeit ihrer Unterdrückung gegründet ist. Transgressionen werden nirgends klarer dar- gestellt als in der Literatur, die laut Roland Barthes diejenige Institution ist, wel- che sich dem Faschismus der Sprache entzieht, indem sie das Sagbare “unsagt” und das Unsagbare sagt (Barthes, 2001). Es ist gerade die Performanz der Sprache, ihre Handlungsdimension, die sie gleichzeitig befähigt die Kontexte, unter denen sie...

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