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Soziopolitischer Wandel und Sprachbewusstsein

Quechua-Spanisch-Bilinguale im urbanen Großraum von Cochabamba (Bolivien)

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Jurek Hentschel

Vor dem Hintergrund der jüngsten soziopolitischen Transformationsprozesse in Bolivien und unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Sprach- und Bildungspolitik der Regierung Morales wird die traditionell konfliktive Sprachsituation des Landes thematisiert. Mittels qualitativer Methoden empirischer soziolinguistischer Forschung werden Aspekte des Sprachbewusstseins bilingualer Quechua-Spanisch-SprecherInnen im urbanen Großraum von Cochabamba analysiert. Ziel ist das Herausarbeiten von Einflüssen der aktuellen Transformationsprozesse. Können diese positiv auf die ungesicherte Zukunft des Quechua einwirken? Im Fokus der Analyse stehen die Einstellungen der Bilingualen zu den beteiligten Sprachen, zum soziopolitischen Wandel und zur Sprach- und Bildungspolitik sowie der individuelle und gesellschaftliche Sprachgebrauch.

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8. Anhang

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I. Datenbogen Número de entrevista Duración Fecha, hora Lugar Otras personas presentes Nombre Sexo Edad Ocupación actual Nivel de Educación Lugar de nacimiento / comunidad de origen Lugar de vivencia (comunidad, barrio…) Tiempo de residencia en Cochabamba (en la comunidad, el barrio, la ciudad…) Viajes con frecuencia a otros lugares (lugar de nacimiento / comunidad de origen, otros países, provincias, ciudades, comunidades…) Hijos (¿Cuántos? ¿Dónde viven?) Personas que viven en el hogar Conocimiento de idiomas Oral: - Pasivo: - Activo: Escrito: - Pasivo: - Activo: Conocimiento de idiomas de los padres Oral: padre - Pasivo: - Activo: Oral: madre - Pasivo: - Activo: Escrito: padre - Pasivo: - Activo: Escrito: madre - Pasivo: - Activo: 147 II. Kurzbiographien der Interviewpartner Gabriel (1) Gabriel ist 28 Jahre alt und lebt seit 12 Jahren in der Stadt Cochabamba. Derzeit bereitet er sich auf seine Abschlussprüfungen in Jura vor. Er wuchs auf dem Land in der Provinz Ayopaya (Departement Cochabamba) auf, in einer Region, in der überwiegend quechuasprachige, aber auch aymarasprachige Bevölkerung lebt. Dort kommt es zu Quechua-Aymara-Sprachkontakten, die laut eigener Aussage auch Gabriels Quechua beeinflusst hätten. Er ist Quechua- Muttersprachler und lernte Spanisch im Alter von sieben bis neun Jahren aus eigenem Antrieb. Somit sprach er bereits etwas Spanisch, als er in der sechste Klasse auf ein christliches Internat in der nächstgelegenen Stadt kam. Zur neun- ten Klasse wechselte er auf ein „colegio“ in der Stadt Cochabamba, wo er seit- her...

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