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Die geheimen Mächte hinter der Rechtschreibung- L’ortografia e i suoi poteri forti

Erfahrungen im Vergleich- Esperienze a confronto- Akten der internationalen Tagung (Mainz, 28.-29.02.2012)- Atti del convegno internazionale (Magonza, 28-29 febbraio 2012)

Edited By Frederico Biddau

Dieser Tagungsband nimmt sich vor, verschiedene Sprachen bezüglich der Entwicklung ihrer Orthografien zu vergleichen: die Vielfältigkeit, die die jahrtausendelange Geschichte des Lateinischen anbietet, die divergenten Werdegänge von Französisch und Spanisch, das Eingreifen in Minderheitensprachen, die einem ideologischen Ansatz ausgesetzt sind, wie Katalanisch, Sardisch und Venezisch. Das Ziel ist, ein Bild davon zu bieten, was ein orthografisches System sich wandeln bzw. bestehen lässt, und was den Erfolg bzw. Misserfolg der Versuche, seine Entwicklung zu beeinflussen oder planen, verursacht.
Questo volume si propone di confrontare diverse lingue con riguardo agli sviluppi della loro ortografia: la varietà offerta dalla storia plurimillenaria del latino, i percorsi divergenti del francese e dello spagnolo, gli interventi su lingue minoritarie e più esposte a un approccio ideologico come il catalano, il sardo e il veneto. Lo scopo è offrire un quadro di ciò che porta al cambiamento o alla conservazione di un sistema ortografico e di ciò che determina il successo o l’insuccesso dei tentativi di influenzarne o pianificarne lo sviluppo.

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Die lateinische Rechtschreibung nach dem Altertum:Tradition oder Philologie?: Federico Biddau

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Die lateinische Rechtschreibung nach dem Altertum: Tradition oder Philologie? Federico Biddau Abstract Nach dem Ende der altrömischen Welt hatte das Latein ein langes, von dieser Kultur unab- hängiges Leben, aber es wurde mehrmals mit der Absicht reformiert, zur antiken Sprache (und Rechtschreibung) zurückzukehren. Der Beitrag markiert einige grundsätzliche Unterschiede zwischen Alkuins Schreibre- form, die im Zeichen der Kontinuität eine Regel für die Gegenwart wiederherstellen wollte, und jener der Humanisten, die darauf abzielten, so zu schreiben, wie man im Altertum schrieb. Das Streben nach der Rekonstruktion der altlateinischen Schreibweisen kennzeichne- te auch die Entstehung der modernen klassischen Philologie im 19. Jh. Die Diskussionen, die dazu führten, dass sich das Vorbild Quintilians durchsetzte, und die Versuche, andere Lösun- gen zu finden, werden vorgestellt. Seit dem Fall des alten Rom lastete der Schatten seiner großartigen Ruinen auf dem weiterlebenden Latein. Noch heute assoziiert man das Lateinische gewöhn- lich mit in Toga gekleideten und mit Lorbeer bekränzten Männern. Für die Ta- gung, deren Akten hier veröffentlicht sind, googelte ich unter dem Stichwort La- tein Bilder und zeigte den Anwesenden die ersten Treffer. Im allerersten war Europa in ein römisches und ein nichtrömisches Gebiet geteilt, und neben dem einen stand eine Karikatur Cäsars, neben dem anderen ein sehr barbarisch und ziemlich dumm aussehender Germane mit einem Wildschwein unter jedem Arm. Rundherum las man: »Ohne Latein stand man schon damals ziemlich blöd da…!«. Hier geht es also...

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