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Konstruktionsgrammatik in den romanischen Sprachen

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Edited By Sabine De Knop, Fabio Mollica and Julia Kuhn

Trotz der allgemeinen Akzeptanz der Konstruktionsgrammatik für die Beschreibung sprachlicher Phänomene im englischen und deutschen Sprachraum hat das Modell der Konstruktionsgrammatik bislang wenig Interesse in der Romanistik gefunden. Dieser Band bietet zwölf konkrete Untersuchungen zu Konstruktionen unterschiedlicher Komplexitätsgrade aus der Morphologie, der Syntax und der Textlinguistik und zwar für die romanischen Sprachen Französisch, Italienisch, Spanisch, und Katalanisch, sowie für Latein, und zeigt dabei den Nutzen konstruktionsgrammatischer Beschreibungsansätze auf.

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Verba Dicendi im Gebrauch: Dicere in der Vita Corbiniani und ihrer Überarbeitung

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Rembert Eufe 1. E in leitu n g Im vorliegenden Beitrag wird untersucht, wie mittels einer konstruktionsgramma­ tischen Perspektive die Verwendung von dicere als häufigstem Kommunikations­ verb in den beiden Versionen einer frühmittelalterlichen Heiligenvita, der Vita Corbiniani, beschrieben werden kann. Als Bezugspunkt dient dafür Imo (2007), eine Arbeit zum gesprochenen Deutsch, in der die Verwendung des Verbs sagen in den Blick genommen wird. Gleichzeitig knüpfen wir an einen lexikologischen Vergleich von vier lateinischen Heiligenviten aus der Merowingerzeit und ihren karolingerzeitlichen Überarbeitungen an (Diwersy/Eufe 2012). In ihnen konnten wir bei den Kommunikationsverben keine konsequente Rückkehr zum klassischen Latein feststellen, wie es der landläufigen Vorstellung von der so genannten karo­ lingischen Renaissance entspräche. Auf eine kurze Darstellung der Verwendung von dt. sagen (Kap. 2) folgen grundlegende Bemerkungen zu Konstruktionen und Konstruktionsgrammatik (Kap. 3-4). Dann werden nach einleitenden Bemerkungen zur Vita Corbiniani (Kap. 5) die Belege für dicere zusammengetragen und die in den Belegen aufschei­ nenden lateinischen Konstruktionen erörtert (Accusativus cum Infinitivo, Ablativus absolutus und Participium coniunctum, Akkusativ- und Dativ-Ergänzung, Direkte- Rede-Konstruktion, X qui dicitur Y; Kap. 6-7). 262 Rembert Eufe 2. E ine k on stru k tio n sg ram m atisch e Stu die zu e in em v erb u m d icen d i: sagen im g esp ro ch en en D eu tsch Imo (2007) hat die Vorkommen der fünf häufigsten und der fünf seltensten matrix­ satzfähigen Verben in einem Korpus gesprochener...

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