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Die Johanniterballei Westfalen

Unter besonderer Berücksichtigung der Lebensformen der Zentralkommende Steinfurt und ihrer Membra

Marc Sgonina

Diese Arbeit klärt die Verknüpfung der Kommende Steinfurt zu seinen Membra, vor allem jedoch ihr Wirken als Filialkommende der Ballei Westfalen. Zu diesem Zweck wurden die Tätigkeiten des Balleiers von Westfalen untersucht. Hierfür war es unabdingbar, die Arbeit der Johanniter vor Ort, d.h. in Steinfurt selbst, zu berücksichtigen. Ziel war es, ein Gesamtbild der Geschichte der Kommende herauszuarbeiten. Schwerpunkte sind dabei das institutionelle Wirken der Johanniter auf die Aspekte Wirtschaft und Politik in der Region, sowie die Einsicht in die Verwaltungsstruktur der Kommende. Der Forschungszeitraum endet mit dem Beginn des 17. Jahrhunderts. Komtur und Mitglieder des Ordens in Steinfurt waren 1622 nach Münster gezogen.

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10. Membra von Steinfurt

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10 Membra von Steinfurt 10.1 Münster Ehemalige Johanniterkommende Münster, 1916895 Am 25. November 1282 kam das Erbe Uppenberge896 in Münster in den Besitz der Johanniterkommende Steinfurt. Sie hatte es gegen ein anderes Gut mit dem Edlen Balduin von Steinfurt getauscht.897 Damit war der Weg frei zur Gründung der Filialgemeinde in Münster. Der Backsteinbau befand sich an der Bergstraße und wird von Geisbert als „stattlich[es], aber einfache[s] zweistöckige[s] Her- renhaus“ beschrieben.898 Schon 1311 wurde mit Erlaubnis des Fürstbischofs Ludwig von Münster eine Johanniter-Kapelle errichtet. Der Bischof empfiehlt 895 Vgl. StdA Münster, Fotosammlung Nr. 1445, Slg-FS-47. 896 auf dem Berge, Bergstraße 897 Vgl. Burgsteinfurt, H, 1282-11-25 (Urkunde Nr. 439). 898 Vgl. Geisbert: Stadt Münster, S. 263. Genau genommen stand das Gebäude in der Bergstraße 37. Es soll 33 Meter lang und 10 Meter tief gewesen sein und ein Walm- dach besessen haben. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 158 sie der Mildtätigkeit und dem Schutz aller Gläubigen.899 Sie war nicht besonders groß und diente nur den Zwecken des Ordens.900 Südwestseite der St. Johanneskapelle in Münster, 2011901 Eine andere Urkunde gibt für dasselbe Jahr den Bau eines Johannisklosters an: Item in dem ersten jahr Ludowici, anno 1311 is dat cloester tho sunte Johan- nes up der Bergstraten angefangen worden zu bowen.902 Kapelle und Ordens- haus waren ein gemeinsamer Komplex. 1354 schenkt der Priester Arnold seinen hove dey Horpole und seine...

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