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Martyrium

Variationen und Potenziale eines Diskurses im Zweiten Jahrhundert

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Nicole Hartmann

Ausgehend von der Annahme einer stark ausdifferenzierten Jesus-Bewegung bietet diese Studie eine dekonstruktive Lektüre von Texten aus dem zweiten Jahrhundert, in denen Hinrichtungen von Jesus-Anhängern als Martyrium überhöht werden. Sie konzentriert sich dabei auf die Aushandlungsprozesse christlicher Identität: in der Zuschreibung von Märtyrerautorität oder im Ausloten der Grenzen für eine Vorstellung von Märtyrern als Opfern – heilswirksames Selbstopfer versus Opfer der barbarischen Gegner. Der durch die Gewalterfahrung und in Auseinandersetzung mit innerchristlichen Widersachern gefärbte Gegnerdiskurs und die Affirmation der Bezeichnung Christiani bezeugen die (Selbst-)Konzeptualisierung der Autoren, ersten Leser und Hörer dieser Texte innerhalb des proto-orthodoxen Christentums.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Einleitung 1 1.1. Vorbedingungen 2 1.1.1. die ausdifferenzierung christlicher Gruppen 2 1.1.2. die Perspektive der machthaber 5 1.1.3. die Öffentlichkeit der Hinrichtungen 8 1.1.4. der christliche umdeutungsprozess im „martyrium“ 10 1.2. Herangehensweisen und Fragestellungen 13 1.2.1. Herangehensweise 13 1.2.2. Fragestellungen 16 2. ignatius von antiochia – Der wahrhaftig verfolgt wurde? 19 2.1. Quellen und Forschung zu ignatius 19 2.1.1. Quellen und antike Rezeption 19 2.1.2. Forschung 24 2.1.2.1. die diskussion um die authentizität 25 2.1.2.2. Zum anlass der Reise des Gefangenen ignatius nach Rom 29 2.1.3. ignatius Theophoros, wahrhaftig verfolgt 35 2.2. Vorgeschichte in antiochia 35 2.2.1. Jesus-anhänger in antiochia 37 2.2.1.1. Wer speist mit wem? die Tischgenossenschaft jüdischer und paganer Jesus-anhänger 39 2.2.1.2. der status der Jesus-anhänger in antiochia 47 2.2.2. „Frieden“ in antiochia 52 2.2.2.1. syrien vs. antiochia – die Zerstreuung der antiochenischen ignatius-anhänger 54 2.2.3. Zwischenergebnis 59 2.3. der Topos der „wilden Tiere“ als mittel der Kontingenzbewältigung 60 2.3.1. bewusstheit des urteils 60 2.3.2. die „wilden Tiere“ in menschengestalt 63 2.3.2.1. ignatius’ bewacher als Leoparden 64 2.3.2.2. die christlichen Gegner als „wilde Tiere“ 66 2.4. die entzogene Zeit des ignatius 70 2.4.1. ‚Zeit’ in den ignatiusbriefen 71 2.4.2. das Prinzip von Zeit als ein ‚schon und noch nicht’ 75 2.4.3. das Paradox vom Leben als Tod 76 2.4.4. ignatius’ doppelte unsterblichkeit 78 2.5. ignatius’ autoritätsanspruch als „märtyrer“ in spe 80 2.5.1. ignatius’ Kommunikation seiner autorität 82 2.5.2. die autorität des „auserwählten in Fesseln“ 84 2.6. schluss...

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