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Nachhaltiges Flächenmanagement

Flächensparen, aber wie?

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Edited By Dietmar Scholich and Lena Neubert

Die Siedlungsfläche – das sind Flächen für Infrastrukturen, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Mobilität – ist in Deutschland ständig gewachsen. Das Siedlungsflächenwachstum erfolgte fast ausschließlich auf Kosten der Landwirtschaftsflächen, die oftmals auch für den Naturschutz und für die Kulturlandschaft wertvoll waren. Aktuell werden in Deutschland täglich mehr als 75 ha Boden durch Siedlungs- und Verkehrsflächen neu beansprucht. Gar nicht mit berücksichtigt sind dabei die sogenannten indirekten Flächeninanspruchnahmen und Zerschneidungen. Können wir uns diesen Flächen verbrauch in Zukunft noch leisten? Ist Besserung in Sicht? Notwendig ist ein nachhaltiges Flächenmanagement, welches von den Beiträgen des Sammelbandes aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt wird.

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Ulrich Kinder. Nachhaltiges Flächenmanagement – Flächensparen, aber wie?

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Ulrich Kinder Nachhaltiges Flächenmanagement – Flächensparen, aber wie? Inhalt 1 Flächensparen – ein Dauerthema für räumliche Planung 2 Das 30 ha Ziel 3 Folgekosten des Flächenverbrauchs 4 Flächensparen als Aufgabe der Raumordnung 5 Renaissance der Stadt – Chance zur Reduzierung des Flächenverbrauches 1 Flächensparen – ein Dauerthema für räumliche Planung Die Reduzierung des Flächenverbrauchs ist seit Jahren ein Dauerthema der Raumentwicklung. Natur- und Landschaftsflächen werden beeinträchtigt, zer- schnitten oder zerstört; durch die flächenhafte Neuinanspruchnahme von Boden gehen wertvolle Böden für die Landwirtschaft verloren. Hauptverursacher sind neue Siedlungs- und Verkehrsflächen (SuV). Dazu zählen Flächen für: Wohnen und Arbeiten Mobilität Innerörtliche Erholung und Freizeit Trassen und Korridore von übergemeindlichen Straßen, Autobahnen, Bahnanlagen, Stromleitungen etc. Derzeit liegt der Anteil der SuV bei ca. 13 % (1992: 11 %). Der Versiegelungs- grad der SuV liegt bei rd. 50 %. In den letzten 50 Jahren ist ein deutlich höherer Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsflächen gegenüber der Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung festzustellen (140 bzw. 40 % gegenüber 17 bzw. 26 %). Dennoch steht die These im Raum, dass bei der Entwicklung des 14 Ulrich Kinder Flächenverbrauchs der Höhepunkt bereits überschritten sei. Die höchsten Flä- chenverbrauchszahlen lagen zwischen 1993 und 2000. Derzeit ist ein geringerer Flächenverbrauch pro Jahr festzustellen – eher bei Siedlungs- als bei Verkehrs- flächen. Aber: trotz stagnierender Bevölkerungsanzahl wird es weiteres Sied-...

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