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Rudolf Alexander Schröder (1878-1962)

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Edited By Hans-Albrecht Koch

Der Band behandelt Leben, Werk und Wirken des aus Bremen stammenden Dichters, Schriftstellers, Übersetzers, Architekten und Kirchenmannes Rudolf Alexander Schröder. Die Beiträge gelten u.a. seinem großen übersetzerischen Werk, das von den homerischen Epen über Vergils Aeneis und die horazischen Oden bis zu Shakespeare, Molière und T.S. Eliot reicht. Der Dichter weltlicher und geistlicher Lyrik und Autor eines umfassenden essayistischen Werks, der eng mit Hugo von Hofmannsthal, Rudolf Borchardt, Peter Suhrkamp, Theodor Heuss und im Alter auch mit Hermann Hesse befreundet war, gehörte der Bekennenden Kirche an und war Laienprediger der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns. Schröder, der bei der Gründungsversammlung der Gruppe 47 eine kritisch aufgenommene Rede hielt, thematisierte nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der ersten Schriftsteller auch die Frage nach der Schuld der Deutschen in der NS-Zeit.

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Architekt aus Leidenschaft: Rudolf Alexander Schröder und die moderne Raumkunst (Alexander Markschies)

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Architekt aus Leidenschaft: Rudolf Alexander Schröder und die moderne Raumkunst Alexander Markschies Im Jahre 1897 geht Rudolf Alexander Schröder nach München zum Studium der Architektur. 1868 gegründet, hatte die Münchener Architekturschule um die Jahrhundertwende in Deutschland das höchste Renommee erreicht, auch in der Zahl der Studierenden wurde Berlin jetzt bei weitem übertroffen.1 Die Aus- bildung zum Architekten war jedoch hier wie dort gleich: Man begann sein Stu- dium mit den Naturwissenschaften, dem Zeichnen – nach Vorbildern der ‚Alten Kunst‘ – sowie der Architektur- und Kunstgeschichte. Das ‚Entwerfen‘, mithin die eigene schöpferische Leistung, heute Schwerpunkt des Studiums bereits von Beginn an, folgte erst in den höheren Semestern. Ein Praxisbezug existierte selbstverständlich nur in übergeordnetem Sinne. Geprägt von vermutlich ein- drucksvollen Persönlichkeiten, allen voran dem Architekten Friedrich von Thiersch, lernten die jungen Studenten, sich im Medium der Zeichnung zu arti- kulieren, sie erfuhren zunächst und vor allem Bildung. Die Vorlesungen zur Kunstgeschichte hielt vierstündig in der Woche und im Semester Franz von Reber (1834-1919), seit 1869 ordentlicher Professor für Kunstgeschichte und Ästhetik an der Technischen Hochschule. Thomas Manns Collegheft aus den Jahren 1894-1895 verdanken wir das Notat der Inhalte dieser Veranstaltungen, offenbar grundsoliden Überblicksvorlesungen („Der mittelalterliche Kirchenbau ... bringt in seinen aufstrebenden Formen den Grundgedanken des Mittelalters, den transcendenten Gedanken, das Christentum zum Ausdruck“).2 Über die ge- rade in diesen Jahren von Hermann Bahr neu definierte Moderne oder die spe- ziell in München diskutierte ‚Décadence‘ erfuhr man hier...

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