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Typen von Wissen

Begriffliche Unterscheidung und Ausprägungen in der Praxis des Wissenstransfers

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Tilo Weber and Gerd Antos

Welche Wissenstypen sind in einem Wissensspektrum zu unterscheiden und damit auch begrifflich zu erfassen? Wie sieht das Zusammenspiel solcher Typen aus? Diese Fragen werden aus dem praktischen Bedürfnis nach angemessener Vermittlung gespeist und nicht allein aus Gründen begrifflicher Unterscheidung. Die terminologische Gegenüberstellung etwa von individuellem und kollektivem oder von deklarativem und prozeduralem Wissen wirft Fragen auf, die bei der verallgemeinernden Rede von «Wissen» leicht aus dem Blick geraten. Hierzu gehört etwa die Notwendigkeit, die wechselseitige Beziehung zwischen «Wissen» und «Können» zu klären. Der Band versammelt Beiträge zum 6. Kolloquium «Transferwissenschaften», die sich aus unterschiedlichen Perspektiven den Problemen nähern, die die Komplexität von Wissen für eine Transferwissenschaft aufwirft.

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II. Einzelne Typen von Wissen

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Emotionales Wissen Oliver Stenschke (Göttingen) 1 Einleitung 2 Was ist Wissen? 3 Was ist eine Emotion? 4 Was bedeutet Emotionales Wissen für den Wissenstransfer? 5 Literatur 1 Einleitung Was ist emotionales Wissen? Um diese Frage zu beantworten, wird im vorliegen- den Beitrag zunächst der Begriff Wissen kurz definiert, bevor dann verschiedene Konzepte von Emotion diskutiert werden. Dabei werden psychologische und lin- guistische Definitionen herangezogen. Am Schluss wird auf die Frage eingegan- gen, welche Bedeutung emotionalem Wissen im Bezug auf den Wissenstransfer zuzuschreiben ist. 2 Was ist Wissen? Für den Wissensbegriff im Allgemeinen gilt, ähnlich wie für andere grundlegende Begriffe, der Befund einer Vielzahl von Definitionen: Heute ist Wissen ein typisches Querschnittsthema, mit dem sich alle in Frage kom- menden Kognitions- oder Wissenswissenschaften […] intensiv, aber separat befassen: ohne integratives Konzept, einheitliche Theorie und interdisziplinäre Zusammenarbeit (Spinner 2003: 338). Von besonderer Relevanz für den Wissensbegriff erscheint, wie es der Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung formuliert, eine personale, handlungs- orientierte Komponente. Wissen fungiert demnach als allgemeine Basis des Ver- haltens: Wissen ist eine durchlaufende Kategorie des gesamten menschlichen Verhal- tensspektrums […]. Damit wird das Verhalten nicht nur wissensbasiert, sondern wissensimprägniert im Sinne eines zusammenhängenden Prozesses mit mehr oder weniger großem Wissensanteil aus unterscheidbaren Wissenselementen (Spinner 2003: 337). 102 Oliver Stenschke Emotionales Wissen 103 Eine gewisse Verwirrung ergibt sich auf den ersten Blick, wenn man versucht, Be- griffe wie Wissen, Information, Erkenntnis etc. definitorisch auseinanderzuhalten. Im Karlsruher Ansatz wird ein modulares Wissenskonzept mit drei eigenst...

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