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Das Städelsche Testament sowie Mühlenbruchs Rechtsverständnis bei der Beurteilung des Beerbungsfalles

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Peter Kröll

Gegenstand der Arbeit ist der Streit über die Stiftung des Städelschen Kunstinstitutes und dessen Begutachtung durch Christian Friedrich Mühlenbruch, einem Pandektist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aus dem Rechtsfall entstanden das Städel Museum und die Frankfurter Kunsthochschule. Der Rechtsstreit beschäftigte eine Vielzahl von Gerichten und Rechtsfakultäten und gab Anlaß zu diversen Stellungnahmen. Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung von Mühlenbruchs Rechtsverständnis. Hierzu wird zunächst ein Überblick über den Rechtsfall sowie die historischen und rechtlichen Entwicklungen der Zeit, den Verlauf des Rechtsstreits und seine Kontroversen gegeben, um sodann Mühlenbruchs Argumentation bei der Beurteilung des Rechtsfalles auf evtl. Widersprüche zu untersuchen, seine Rechtsmethodik und sein Rechtsverständnis zu ermitteln.

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Erster Teil: Der Rechtsfall Im Kontext Deszeitgeistes

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5 Erster Teil: Der Rechtsfall im Kontext des Zeitgeistes Die Grundlage der Dissertation bildet der Rechtsstreit um Nachlaß und Erbe von Johann Friedrich Städel. Nachfolgend soll zunächst ein Überblick über den Rechtsfall gegeben werden (Seite 5 ff.: A. Überblick über den Rechtsfall). An- schließend wird ein Überblick über die historischen Ereignisse zur Zeit Städels und mithin zur Zeit der diversen Testamentserrichtungen und des nach dem Ab- leben Städels folgenden Rechtstreits gegeben (Seite 10 ff.: B. Einordnung des Rechtsfalles in den historischen Kontext). Schließlich wird ein Überblick über die rechtsgeschichtliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit gegeben (Seite 20 ff.: C. Rechtshistorische Entwicklung). A. Überblick über den Rechtsfall Der dem Rechtsfall zugrundeliegende Sachverhalt beruht im wesentlichen auf den Angaben von Becker16 und Kiefner.17 Weiterhin wurden die Angaben von Gwinner18 und Jung19 über den Rechtsfall und zur Person Städels sowie auf den diversen zeitgenössischen Gutachten, Stellungnahmen und Urteilen und den dor- tigen Hinweisen zum Rechtsfall berücksichtigt. Der Frankfurter Kaufmann und Bankier Johann Friedrich Städel ist am 1. November 1728 in Frankfurt am Main geboren und ebenda am 2. Dezember 1816 verstorben. Er entstammte einer Straßburger Familie und war unverheira- tet. Zu Lebzeiten besaß er bereits eine beachtliche Kunstsammlung und erhebli- ches Vermögen. Sein Nachlaß umfaßt neben seinem am Roßmarkt gelegenen Haus eine Kunstsammlung von 500 Gemälden, 9.000 Kupferstichen und 3.000 Zeichnungen sowie Vermögen von 1.300.000, 00 Gulden. Städel errichtete zu Lebzeiten vier letztwillige Verfügungen....

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