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Das Städelsche Testament sowie Mühlenbruchs Rechtsverständnis bei der Beurteilung des Beerbungsfalles

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Peter Kröll

Gegenstand der Arbeit ist der Streit über die Stiftung des Städelschen Kunstinstitutes und dessen Begutachtung durch Christian Friedrich Mühlenbruch, einem Pandektist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aus dem Rechtsfall entstanden das Städel Museum und die Frankfurter Kunsthochschule. Der Rechtsstreit beschäftigte eine Vielzahl von Gerichten und Rechtsfakultäten und gab Anlaß zu diversen Stellungnahmen. Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung von Mühlenbruchs Rechtsverständnis. Hierzu wird zunächst ein Überblick über den Rechtsfall sowie die historischen und rechtlichen Entwicklungen der Zeit, den Verlauf des Rechtsstreits und seine Kontroversen gegeben, um sodann Mühlenbruchs Argumentation bei der Beurteilung des Rechtsfalles auf evtl. Widersprüche zu untersuchen, seine Rechtsmethodik und sein Rechtsverständnis zu ermitteln.

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368 A. Dekret vom 21. November 1811 Carl von Gottes Gnaden Fürst Primas des Rheinischen Bundes Großherzog von Frankfurt, Erzbischof von Regensburg ec. Nachdem uns Johann Friedrich Stä- del von Frankfurt zu erkennen gegeben hat, daß er entschlossen sey, seine Samm- lung von Malereien, Kupferstichen und anderen Kunstsachen einem zum Besten der Stadt Frankfurt und Bürgerschaft durch letzten Willen zu stiftenden, den Namen Städelischen Kunstinstitute führenden eigenen und für sich bestehenden Institute zu vermachen, diesem Institute zu seiner Einrichtung, Erhaltung successiven Vergröße- rung einen ansehnlichen Theil seines Vermögens zuzuwenden, zu des Instituts Ver- waltung besondere Administratoren zu bestellen, welche bei dem Abgange ein oder des andern durch Tode oder Entsagung sich selbst freie Wahl zu ersetzen, auch jähr- lich einer von ihm anzuordnenden Oberaufsicht Rechnung abzulegen, sonst aber in Verwaltung, Erhaltung, Vergrößerung des Instistutes und des dazu gehörigen Fonds nach besondern von ihm entworfenen Instruktionen zu verfahren hätte: Er aber zur Vollziehung dieses Vorhabens, nach Vorschrift des Art. 910 des Codex Napoleon eines Genehmigungsdecretes von Uns bedürfe: Er uns daher um Ertheilung eines solchen Dekretes gebeten hat; und Wir nun diesem rühmlichen Vorhaben seines ganzen Inhaltes Unsere Genehmigung mit Vergnügen gnädigst ertheilet haben, so haben wir ihm hierüber das gegenwärtige Dekret ausfertigen lassen, und solches mit Unsrer Unterschrift und Siegel versehen. Aschaffenburg den 21. November 1811. (L. S.) Carl Großherzog. Genehmigungs-Dekret zur Stiftung eines Kunst-Instituts um Einsetzung desselben zu seinem...

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