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Die Querverweise im Pentateuch

Überlieferungsgeschichtliche Untersuchung der expliziten Querverbindungen innerhalb des vorpriesterlichen Pentateuchs

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Rainer Kessler

Wie ist der Pentateuch, sofern er nicht zur Priesterschrift gehört, entstanden? Wurden durchlaufende Quellen kombiniert? Oder wurden kleinere Einheiten zu größeren Blöcken zusammengefügt, bis schließlich redaktionelle Stellen den Pentateuch als Ganzen überblicken? Die hier erstmals im Druck vorliegende Untersuchung von 1972 – «aus der ganz frühen Phase der kritischen Anfragen an die bis dahin fraglos gültige Drei-Quellen-Theorie» (R. Albertz) – setzt an den Querverweisen zwischen den Überlieferungen an. Sie stellt das Quellenmodell in Frage und plädiert für eine überlieferungsgeschichtliche Lösung. Der deuteronomistischen Redaktion weist sie dabei eine Schlüsselrolle für die Gesamtkomposition zu. In einem Geleitwort nimmt R. Albertz eine forschungsgeschichtliche Einordnung der Arbeit vor.

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Ausblick

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In der vorliegenden Arbeit wurde mehrfach betont, daß die Untersuchung der Querverweise nur einen so kleinen Ausschnitt aus der Entstehungs- geschichte des Pentateuchs erfaßt, daß von ihr allein aus keine Theorien über das Werden des Pentateuchs aufgestellt werden können� Allenfalls Tendenzen können angegeben werden, in welche Richtung die überlie- ferungsgeschichtliche Erklärung gehen müßte� Es wäre nun erforderlich, andere Gesichtspunkte neu zu untersuchen wie z�B� Stil, Sprache, innere Verknüpfung, Vorstellungswelt usw� Eine solche neue Untersuchung auf diesen Gebieten, die doch seit dem 19� Jh� immer schon bearbeitet wurden, ist allein deshalb nötig, weil die bisherigen Vorstellungen über Sammlung und Eigentätigkeit, Mündlichkeit und Schriftlichkeit, kollektive und in- dividuelle Sprache bei der Abfassung des Pentateuchs unter dem Einfluß der allgemeinen Sprach- und Literaturwissenschaft gegenwärtig erneut in Bewegung geraten sind� Darüberhinaus läßt sich in einer weiteren Richtung eine Fortsetzung der hier vorgelegten Arbeit denken� In ihrem Ersten Teil wurde ja bereits über den Pentateuch hinausgegriffen� Es wäre nicht zuletzt auch für die Erhellung des Sammlungsprozesses der Pentateuchüberlieferung sinnvoll, würde einmal die Verwendung von Querverweisen in anderen Bereichen des Alten Testaments analysiert� Vielleicht gelänge es dann, in größerem Maße objektive Kriterien für die Erklärung verschiedener Phänomene von Querverweisen aufzustellen, als es in dieser Arbeit der Fall ist�

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